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Fußball-Bezirksliga Atlas Delmenhorst unterliegt Voslapp überraschend 0:2

Von Klaus Erdmann | 28.03.2015, 16:55 Uhr

Riesenüberraschung in der Fußball-Bezirksliga: Spitzenreiter SV Atlas Delmenhorst hat sein Heimspiel am Samstag gegen den STV Voslapp mit 0:2 verloren. Auch vor dem Verbandssportgericht gab es für den SVA einen Rückschlag.

21 Spiele marschierte der SV Atlas Delmenhorst ungeschlagen durch die Fußball-Bezirksliga, am 22. Spieltag hat es den Aufsteiger erwischt: Im Heimspiel gegen STV Voslapp kassierte der Spitzenreiter eine verdiente 0:2 (0:0)-Niederlage. Zuvor hatte der SVA alle elf Heimspiel bei einem Torverhältnis von 37:4 für sich entschieden. Wohlwollend zur Kenntnis genommen haben dürfte das Ergebnis der Tabellenzweite VfL Wildeshausen vor seinem Heimspiel am Sonntag (15 Uhr) gegen den Dritten SV Tur Abdin Delmenhorst .

Jürgen Hahn hatte die Elf ausreichend vor der Defensivstärke des Außenseiters gewarnt. Die Herangehensweise des STV an die schwierige Aufgabe bestätigte den SVA-Cheftrainer. Der Gast störte früh und bildete zwei Abwehrketten. Atlas tat sich während des ganzen Spiels schwer und blieb weit hinter den Möglichkeiten. Nach einer Viertelstunde kam man zu Chancen, doch Andre Brun-Tatje (14.), Dominik Entelmann (15.), Thomas Mutlu (17.) und Florian Knipping (27.) trafen nicht.

Drei Minuten nach Wiederanpfiff folgte die erste kalte Dusche, als David Sorg mit einem platzierten Flachschuss zum 1:0 für die Gäste traf. In der 51. Minute erhöhte Lukas Langer nach einem Konter für Voslapp auf 2:0. Der überlegene SVA agierte meist zu ideenlos. So wurden hohe Bälle wiederholt eine Beute der kopfballstarken Voslapper Defensivspezialisten um den 41-jährigen Andreas Tecker.

„Als Mannschaft hatten wir heute keinen guten Tag und 90 Prozent der Spieler hatten ihn auch nicht“, meinte Jürgen Hahn. „Die Leistungsträger haben nicht ihre Leistung abgerufen.“ Voslapp sei gut organisiert gewesen und habe verdient gewonnen.

Atlas zieht Einspruch beim Verbandssportgericht zurück

Bereits am Samstagmorgen hatte der SVA eine weitere, außersportliche Niederlage vor dem Verbandssportgericht einstecken müssen: Denn Atlas hat seinen Einspruch gegen die Geldstrafe wegen der Vorfälle beim Ausswärtsspiel bei RW Sande zurückgezogen. Das bestätigte Atlas-Schatzmeister Bernd Idselis. Der Verein muss eine Geldstrafe in Höhe von 600 Euro und die Verfahrenskosten (300 Euro) zahlen.

Vor dem Verbandssportgericht bestätigte das Schiedsrichter-Gespann nicht nur erneut, dass es von Seiten der Atlas-Fans am 23. November zu Schmährufen und Rangeleien gekommen sei, sondern erhärtete diese sogar. Die Strafe des Verbandssportgerichts wäre dem Vernehmen nach bei einem Urteil wahrscheinlich sogar höher ausgefallen als die 900 Euro Geldstrafe, die das Bezirkssportgericht bereits verhängt hatte.

Die Atlas-Verantwortlichen und die Anhänger der Fangruppierung „Block H“ hatten diese Vorwürfe bislang immer abgestritten. Weil es in dieser Saison schon das vierte Sportgerichtsverfahren gegen Atlas war, drohte das Bezirkssportgericht damals sogar mit einem Punktabzug bei weiteren Vorfällen.