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Fußball-Bezirksliga Atlas gegen Obenstrohe: Gipfeltreffen verspricht viel

Von Klaus Erdmann | 23.10.2015, 21:31 Uhr

Die Vorzeichen dieses Fußball-Spitzenspiels zwischen dem SV Atlas Delmenhorst und dem TuS Obenstrohe deuten auf eine herausragende Begegnung hin. Beide Parteien äußern sich respektvoll und sprechen von einem „Gegner auf Augenhöhe“.

 Spitzenreiter der Fußball-Bezirksliga Weser-Ems 2 (der ungeschlagene SV Atlas führt mit 29 Punkten) empfängt den Tabellenzweiten (TuS Obenstrohe meldet 26 Zähler), die beste Defensive (SVA: sechs Gegentore) trifft auf die erfolgreichste Offensive (TuS: 36), das Internet-Portal fussball.de adelt das Spiel mit vier Kamerateams und die Wetterprognosen sind positiv – es ist angerichtet. Das Gipfeltreffen, das Delmenhorst und Obenstrohe heute ab 14 Uhr im Stadion bestreiten, verspricht viel.

Wer sich mit führenden Vertretern beider Parteien unterhält, stellt fest, dass der Respekt groß ist. Sowohl der Obenstroher Team-Manager Thorsten Nölle als auch der Delmenhorster Cheftrainer Jürgen Hahn sprechen von einem „Gegner auf Augenhöhe“.

TuS Obenstrohe: Stärken in der Offensive, Schwächen in der Defensive

„Obenstrohe hat eine richtig starke Mannschaft, die sich gut verstärkt hat“, betont Hahn. Der TuS gehöre nicht zu den Mannschaften, die auf Schadensbegrenzung aus seien. Er spiele nach vorne und habe seine Stärken in der Offensive. Dem TuS gelangen in elf Spielen mit 36 die meisten Tore aller 16 Bezirksligisten (Atlas: 32). In der internen Torjägerliste führt Florian Jochens (acht) vor Lars Zwick (sieben), Matthias Lamche und Adnan Ramani (jeweils sechs). „In der Defensive habe ich aber einige Sachen gesehen. Da müssen wir ansetzen“, betont Hahn. Er nahm die Obenstroher zuletzt am 25. September beim VfL Oldenburg II unter die Lupe. Der Hausherr siegte 2:0. „Ich bin ein Glücksbringer für Obenstrohe“, sagt der SVA-Coach lachend.

Nölle rechnet nicht mit einem Schlagabtausch. „Es wird ein taktisch hoch brisantes Spiel“, prophezeit der TuS-Manager. Atlas sei aufgrund der Qualität der einzelnen Spieler stark. Beim TuS fehlten verletzte Spieler, aber „wir haben eine Mannschaft auf dem Platz und bei uns läuft einer für den anderen.“ Man beherrsche eine gute taktische Grundausrichtung. „Atlas ist in der Pflicht zu liefern. Wir wollen Spaß haben. Wir fühlen uns wohl und sind in der Lage, drei Punkte zu entführen“, unterstreicht Nölle. Er berichtet, dass der Gast von drei Fanbussen begleitet wird. Er rechne mit „200 bis 250“ Obenstroher Anhängern und insgesamt „weit über 1000 Zuschauern“.

Große Kulisse für den SV Atlas nichts Neues

Stattliche Kulisse, Kamerateams – Hahn denkt nicht, dass sich das negativ auf die Konzentration auswirkt. „Wir haben darüber gesprochen. Natürlich ist es schön, wenn Atlas und das Spiel große Aufmerksamkeit erfahren. Aber wir konzentrieren uns auf das Spiel.“ Und: Für Atlas seien viele Zuschauer und das Drumherum nichts Neues.

Bei den Hausherren fehlen nach wie vor die verletzten Tom Witte und Steven Müller-Rautenberg. Dominik Entelmann und Daniel Isailovic gehören wieder zum Kader. Den Einsatz von Stammtorwart David Lohmann versieht Jürgen Hahn mit einem Fragezeichen.