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Fußball-Bezirksliga Atlas-Kapitän Daniel von Seggern glänzt als Wegbereiter

Von Klaus Erdmann | 12.05.2016, 22:35 Uhr

Der SV Atlas Delmenhorst wird die verbleibenden drei Spiele der Bezirksliga-Saison 2015/2016 voll konzentriert angehen, verspricht Daniel von Seggern, Kapitän des Teams. Die Fußballer hatten sich am Mittwochabend vorzeitig die Meisterschaft und den Landesliga-Aufstieg gesichert.

So ganz genau weiß er es nicht. „Ich glaube, es war vier Uhr“, sagt Daniel von Seggern lachend, als er gefragt wird, wie lange er nach dem 5:0 gegen GVO Oldenburg gefeiert habe. Der Mannschaftsführer gehörte in dieser Begegnung, in der die Fußballer des SV Atlas Delmenhorst die Meisterschaft in der Bezirksliga unter Dach und Fach brachten, zu den auffälligsten Protagonisten. In drei Fällen glänzte der 30-Jährige als Wegbereiter, leistete er die Vorarbeit zu Treffern des Aufsteigers in die Landesliga.

Atlas-Kapitän bereitet drei Tore vor

Dem 1:0 durch Florian Knippig und dem 2:0, das Stefan Bruns erzielte, gingen von Seggern-Eckbälle voraus. Die Standards, so der Routinier, spielten im Training eine wichtige Rolle. „Die Standards sind vorgegeben. Es gibt drei, vier Varianten. Vor Ort entscheiden wir uns dann“, sagt er. Man hatte während des Oldenburg-Spiels (und auch zuvor) wiederholt das Gefühl, dass die Aktiven eine echte Einheit bildeten. „Ja“, meint von Seggern, „wir mussten uns erst natürlich neu finden. Aber wir sind jetzt eine richtige Mannschaft – und dann gewinnt man auch Spiele wie gegen Wilhelmshaven.“ Gegen den WSC Frisia kam der SVA erst in der 85. Minute zum 2:1.

„Halbe Kraft“ ist kein Thema

Wie motiviert sich die Mannschaft – nach gewonnener Meisterschaft – für die restlichen drei Punktspiele? „Wir sind Fußballer durch und durch und wenn du auf dem Acker stehst, willst du auch gewinnen,“ erklärt der Mannschaftskapitän. Es seien, unterstreicht er, keine Treffen mit Freundschaftsspiel-Charakter. „Halbe Kraft“ sei kein Thema, denn: „Das wäre den anderen Mannschaften gegenüber unfair.“

Hat von Seggern während der letzten Tage an den 29. Mai des letzten Jahres gedacht, als seine Mannschaft durch das 1:1 in Wildeshausen dem gastgebenden VfL den Aufstieg überlassen musste? „Nein,“ sagt er, „das war eine andere Situation.“

„Anstrengende Saison“

Zwei seiner Mitspieler erinnerten noch am Mittwochabend an das „Finale“ der Spielzeit 2014/15. „Es ist geil, dass wir es nach der Enttäuschung in der letzten Saison jetzt geschafft haben“, meinte der zweifache Torschütze Florian Knipping. „Es war jetzt umso schwieriger, denn wir waren der haushohe Favorit und die Gegner haben sich hinten reingestellt. Es war eine anstrengende Saison.“ Thomas Mutlu betonte, dass die meisten Spieler die Enttäuschung im letzten Jahr miterlebt hätten. „Und dann spielen wir so eine Runde. Das spricht für den Charakter der Mannschaft“, ergänzte er.