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Fußball-Bezirksliga Atlas und TSV Ganderkesee stehen vor finalem Derby

Von Klaus Erdmann | 26.05.2016, 19:50 Uhr

Die Fußballer des Landesliga-Aufsteigers SV Atlas erwarten am Freitag den abstiegsgefährdeten TSV Ganderkesee. Das Derby beginnt um 19 Uhr im Stadion.

Das Saisonfinale der Bezirksliga Weser-Ems 2 beschert den Fußballfreunden ein herausragendes Nachbarderby, in dem die Spieler des SV Atlas und des TSV Ganderkesee die Hauptdarsteller sind. Die Vorzeichen könnten kaum unterschiedlicher sein: Die Delmenhorster stehen bereits seit dem 11. Mai als Bezirksliga-Meister und Landesliga-Aufsteiger fest. Sie wollen beeindruckende Erfolgsserien ausbauen. Die Gäste, die während der letzten Partien Wechselbäder der Gefühle erlebten, hoffen auf den Klassenverbleib. Sie benötigen dafür aber einen Sieg. Zweifelsohne: Es prickelt. Das Spiel beginnt am Freitag um 19 Uhr.

Oberbürgermeister ehrt Meister Atlas

Mit dem Ende dieser Partie geht aber nicht das Ende des Abends einher. „Zeitnah nach dem Abpfiff“, so Atlas-Teammanager Bastian Fuhrken, ehren Frank Schulte (Ostrhauderfehn), Staffelleiter der Bezirksliga, und Oberbürgermeister Axel Jahnz den Titelträger. Um 21.30 Uhr beginnt im Garten des Hoykenkamper Gasthofs Menkens die „Atlas-Meisternacht“.

Nach 14 Dreiern in 14 Heimspielen will Atlas die „weiße Weste“ behalten. „Das ist schließlich etwas Besonderes“, unterstreicht Trainer Jürgen Hahn, dessen Mannschaft bereits jetzt den besten Punkteschnitt seit der Saison 2001/02 erreicht hat (2,67). Man wolle das letzte Spiel der Saison siegreich gestalten. Ist es gefährlich, dass sich „ganz Atlas“ bereits in Feierlaune befindet? „Nee“, antwortet Hahn, „wir haben nach der gewonnenen Meisterschaft bereits gezeigt, dass wir weiterhin konzentriert spielen.“

Abschiedsspiel für Witte?

„Es ist eine kuriose Situation“, fährt der Coach fort. „Der Gegner muss dringender als wir gewinnen. Der Gegner muss das Spiel machen. Das hat es in dieser Saison nicht oft gegeben.“

Bei den Hausherren fehlt der privat verhinderte Niclas Baumeister. Bekommt Tom Witte, der in den USA ein Fußball-Stipendium erhalten hat (wir berichteten), sein Abschiedsspiel? Hahn lacht. „Mal sehen“, sagt er dann. Auf jeden Fall sei Witte im Kader.

Ganderkesee hofft auf den Fußballgott

Daniel Lachmund betrachtet die Situation realistisch: „Wir arbeiten am Fußballwunder der Bezirksliga“, unterstreicht der Trainer des TSV Ganderkesee. Man müsse gewinnen und darum könne man sich nicht hinten reinstellen. „Wir müssen versuchen, Tore zu erzielen“, sagt Lachmund: „Wenn es nicht normal läuft und der Fußballgott nett zu uns ist, liegt eine Sensation in der Luft.“

Seine Mannschaft habe nichts mehr zu verlieren. „Wir haben die Saison mit dem Training am Dienstag beendet. Es folgt jetzt ein Bonusspiel, unser Finale. Wir machen es zu etwas Besonderem.“ Der TSV werde nicht geduckt einlaufen, sondern sich mutig und selbstbewusst präsentierten. Bei den Ganderkeseern fehlt Fabian Mucker, den eine Schulterverletzung plagt.

Titelparty bei Menkens

Atlas-Manager Fuhrken, einer der Männer der ersten Stunde, sagt auf die Frage, worauf er sich besonders freue: „Ich freue mich auf den ganzen Tag.“ Gespannt sei er auf den Zuschauerzuspruch. Viele Leute, die sonst nicht so oft zum Fußball gingen, hätten ihren Besuch angekündigt.

Karten für die Party bei Menkens gibt es nur an der Abendkasse. Delbus stellt zwei Shuttle-Busse kostenlos zur Verfügung. Sie fahren um 22 Uhr gegenüber der Vereinsgaststätte „Jan Harpstedt“ (großer Gelenkbus) beziehungsweise am Kiosk Düsternortstraße (normaler Bus) ab. Die Party soll um 3 Uhr enden.