Ein Angebot der NOZ

Fußball-Bezirksliga Baris wird gegen Rastede für seinen Kampf nicht belohnt

Von Klaus Erdmann | 03.09.2017, 21:58 Uhr

Durch einen Treffer, den Stephan Reinken in der Nachspielzeit erzielte (90.+2), haben die Fußballer des SV Baris gegen den FC Rastede mit 2:3 (1:2) verloren. Damit wurde der Kampfgeist des Bezirksliga-Aufsteigers, der ein 0:2 zwischenzeitlich in ein 2:2 verwandelte, nicht belohnt.

Rund 100 Zuschauer erlebten ein kampfbetontes Treffen, in dem es viele Nickeligkeiten, Unterbrechungen und Diskussionen gab. Spielerische Elemente blieben weitestgehend auf der Strecke. Nach dem Spiel beschwerte sich Baris-Trainer Önder Caki über Schiedsrichter Fabian Becker (BW Bümmerstede) und dessen Assistenten. Becker traf in der Tat einige umstrittene Entscheidungen. Der Unparteiische, der zehnmal die Gelbe Karte zeigte (6/4), wirkte wiederholt unsicher. „Wir haben heute gegen 14 Mann verloren“, sagte Caki.

Seine Elf musste in einem über weite Strecken zerfahrenen Spiel in der 15. Minute den Rückstand hinnehmen. Der vernachlässigte Leif-Eric Splistteser köpfte den Ball aus kurzer Distanz in die Maschen. Nur zwei Minuten später gelang Hannes Rathmann das 2:0 für die Gäste, wobei die Baris-Abwehr nach einem Freistoß nicht energisch genug eingriff.

Kuhn bekommt keinen Elfmeter, trifft dann aber zum 1:2

Baris benötigte einige Minuten, um sich von diesem Doppelschlag zu erholen. In der 24. Minute hätte Becker nach einem Vergehen an Dennis Kuhn, der im Strafraum umgestoßen wurde, auf Elfmeter entscheiden müssen. Zwei Minuten später zwang Tolga Caki Rastedes Max Braun zu einer Glanzparade, ehe Devin Isik am Keeper des FCR scheiterte (28.). In der 33. Minute fiel dann doch noch der Anschlusstreffer. Nach einem exakten Zuspiel von Isik erzielte Kuhn mit einem platzierten Flachschuss das 1:2.

Bei den ersten beiden Gegentoren markierten die Baris-Aktiven ihre Gegenspieler nicht genau genug. „In den ersten 15 Minuten haben wir gepennt“, meinte Coach Önder Caki. Dann steigerte sich der Hausherr und bereitete dem Gegner wiederholt Probleme.

SV Baris wirkt nicht immer konzentriert genug

Im Abschnitt zwei drängte der Neuling auf den Ausgleich. In der 58. Minute landete der Ball auf der Rasteder Latte. Zehn Minuten später fiel das verdiente 2:2. Alexander Pelman sah, dass Torwart Braun zu weit vor seinem Gehäuse stand, und überraschte den Rasteder mit einem 40-Meter-Schuss. In der 72. Minute bot sich Baris‘ Isik eine Großchance, doch der Ball fiel auf die Latte.

Der SV Baris stellte in der zweiten Halbzeit die klar überlegene Mannschaft. Er wirkte aber – nicht zuletzt aufgrund der „Nebengeräusche“ – nicht immer konzentriert genug und ließ die spielerische Linie vermissen. Den Gästen gelangen kaum noch Entlastungsangriffe. In der 89. Minute setzte sich Rastedes Tobias Büsing gegen Keeper Marc Ibrahim durch, verfehlte das Ziel dann jedoch deutlich. Als die Zuschauer mit einem Unentschieden rechneten, gelang Reinken nach Büsing-Vorarbeit das 3:2 für die Gäste.

Caki beschwert sich über Schiedsrichter

„Der Schiedsrichter hat alles getan, um das Spiel zu entscheiden. Er hat die entscheidenden Sachen für uns nicht gepfiffen“, sagte Önder Caki. Seine Mannschaft, die nach dem 0:2 zurückgekommen sei, habe Moral gezeigt.