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Fußball-Bezirksliga Bewegung in Sachen Flutlicht im Delmenhorster Stadion

Von Daniel Niebuhr | 20.08.2015, 00:30 Uhr

Abendspiele im Stadion – wie das Stadtderby zwischen dem SV Atlas und dem SV Tur Abdin Delmenhorst an diesem Freitag ab 19 Uhr – sollen irgendwann ohne Zittern möglich sein. Der SV Atlas hat die Initiative ergriffen. Oberbürgermeister Axel Jahnz verbreitet nach Gesprächen mit der Atlas-Führung Zuversicht. Ein Ortstermin steht in Kürze an.

Bastian Fuhrken hat sich den Himmel am Mittwochabend genau angesehen. Exakt um 20.44 Uhr ging die Sonne in Delmenhorst unter, was für den Manager des SV Atlas in dieser Woche eine nicht ganz unwichtige Information ist. Denn am Freitagabend steigt im Stadion an der Düsternortstraße das Bezirksliga-Stadtderby gegen den SV Tur Abdin, Anpfiff ist um 19 Uhr, Abpfiff damit nicht vor 20.45 Uhr. „Das wird natürlich eng mit der Helligkeit“, sagt Fuhrken: „Aber ich bin optimistisch, dass es reicht; es soll ja gutes Wetter geben.“

Ein Highlight der Hinrunde

Die Hoffnung auf einen wolkenlosen Abendhimmel teilen wohl alle Fußball-Anhänger in Delmenhorst. Das Derby ist eines der Highlights in der Hinrunde, zu den beiden Duellen der Vorsaison kamen zusammen 3100 Zuschauer. Der Freitagabendtermin verspricht erneut publikumsträchtig zu werden, wäre da nur nicht das Zittern um die Reste des Tageslichts.

Oberbürgermeister lobt Atlas

Es wäre vieles einfacher, wenn es im Stadion – einer der ältesten Träume der Fußballer in Delmenhorst – Flutlicht gegen würde. Weil es bislang nur ein Traum geblieben ist, versucht der SV Atlas gerade selbst, zusammen mit einem Investor Licht ins Stadion zu bringen; und langsam kommt tatsächlich Bewegung in das Thema. Die Atlas-Spitze mit Fuhrken und dem Klubvorsitzenden Jörg Borkus hat sich inzwischen mit der der Verwaltung, also Oberbürgermeister Axel Jahnz, getroffen, offenbar mit äußerst positiven Eindrücken. „Wir befürworten dieses Vorhaben außerordentlich. Wir freuen uns, wenn sich ein Verein auf diese Weise engagiert“, sagt Jahnz.

Ortstermin geplant

Gespräche mit den zuständigen Fachbereichsleitern hat es ebenfalls schon gegeben. „Es wird auch ein Ortstermin im Stadion stattfinden“, kündigt Jahnz an. „So etwas führt man ja nur durch, wenn man die Sache für sinnvoll erachtet.“ Dass sich das Stadion in städtischem Besitz befindet, stellt für ihn kein Hindernis dar: „Bürger oder Institutionen engagieren sich und gestalten mit, das funktioniert an anderer Stelle auch, beim Ausbau von Straßen zum Beispiel.“

Es gibt noch keinen Zeitplan

Auch Fuhrken nennt den Kontakt mit dem Rathaus „konstruktiv“, warnt aber davor, nun aufs Tempo zu drücken: „So etwas passiert nicht von heute auf morgen.“ Man wolle einen Schritt nach dem anderen gehen, sagt der Manager – und trifft damit den Ton von Jahnz. „Was wann passiert, kann man jetzt überhaupt noch nicht absehen“, meint der Oberbürgermeister.

Pokalspiele auf fremden Plätzen

Tatsache ist, dass sich durch eine Flutlichtanlage neue Möglichkeiten eröffnen würden. Bisher konnten die im Stadion ansässigen Bezirksligisten Atlas und Tur Abdin beispielsweise ihre Bezirkspokal-Heimspiele, die ab der zweiten Runde an Wochentagen stattfinden, nicht zuhause austragen. Atlas wich deshalb schon auf die Anlagen des DTB und des DBV aus.