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Fußball-Bezirksliga Der VfL Wildeshausen und das Jahr der Konsolidierung

Von Klaus Erdmann | 13.08.2017, 12:56 Uhr

Nachdem der VfL Wildeshausen bereits nach der vorletzten Saison wichtige Spieler abgeben musste, sind in der Rubrik „Abgänge“ aktuell acht Namen aufgeführt. Auf der anderen Seite stehen sechs Neue, darunter drei Aktive aus der eigenen zweiten Mannschaft. Aufgrund dieser Fakten – und angesichts der starken Konkurrenz – erklärt Marcel Bragula mit Nachdruck: „Das wird die schwerste Saison seit Jahren.“

Der Cheftrainer des Absteigers aus der Landesliga erwartet „große Herausforderungen“. Er unterstreicht: „Es wird ein Jahr der Konsolidierung, in dem wir uns in der Bezirksliga stabilisieren wollen.“

Mit dem Aufgebot, sagt Bragula, sei er zufrieden. Es seien charakterstarke Spieler. Der Kader sei so zusammengestellt worden, wie man es in Wildeshausen immer mache: „Wir haben drei Spieler aus den eigenen Leuten rekrutiert.“ Und Felix sei ein „alter Wildeshauser“. Neben Felix Dittrich wechselten Christoph Stolle und Michael Eberle vom Kreisligisten TSV Ganderkesee zum VfL. „Wir haben 19 Spieler im Kader, davon sind 15 Wildeshauser“, rechnet der Übungsleiter vor. Sein Fazit: „Es ist Wildeshausen drin, wo Wildeshausen drauf steht.“

Aber Bragula spricht auch über die andere Seite. Insbesondere durch die Abgänge von Jan Lehmkuhl, Lukas Schneider, Tom Schmidt und Lennart Feldhus habe das Team sportliche Qualität verloren. „Das tut schon weh“, gibt Bragula zu, „aber es lässt sich nicht ändern.“

Fünf Spieler sollen die Mannschaft führen

Mit Sebastian Pundsack, Lennart Flege, Maximilian Seidel, Sascha Görke und Thorben Schütte verfüge er über fünf Spieler, die die Qualität hätten, eine Mannschaft zu führen. Sie besäßen Landesliga-Qualität. Die Brüder Kevin und Andreas Kari und Niklas Heinrich hätten eine sportliche Entwicklung durchgemacht. „Niklas“, fügt der Trainer hinzu, „ist ein charakterlich guter Junge. Er ist mir ans Herz gewachsen.“

Bragula bildet mit „Co“ Sven Apostel, der seit einem Jahr in Diensten des VfL steht, ein Duo. Die Aufgabenverteilung ist klar geregelt. „Sven ist in die Spielvor- und -nachbereitung involviert“, so Bragula. „Die Spielbeobachtung teilen wir uns. Und wir gucken, was sich in der Fußballwelt so tut.“ Man tausche sich beinahe täglich aus.

Bragulas Motivation ist ungebrochen

Der Name VfL Wildeshausen wird immer wieder mit dem Begriff „Teamgeist“ in Verbindung gebracht. Was kann der Trainer dazu beitragen? „Ich kann mit meiner Art und Weise Teamgeist vorleben“, antwortet der Coach. Er könne Lokalpatriotismus zeigen. Er versuche vorwegzugehen. Seine Motivation sei ungebrochen. „Ich versuche, mein Leben um den Fußball herum zu organisieren“, führt er aus. Nach dem Abstieg hätten im Verein alle zusammengehalten. Im VfL herrsche ein toller Zusammenhalt.

Wie soll die Schlagzeile lauten, die sich am Ende der Saison seiner Mannschaft widmet?. Antwort: „Da muss ich nachdenken.“ Nach einer kurzen Pause sagt Marcel Bragula: „,Wildeshausen präsentiert sich nach Abstieg stabil und gefestigt‘.“ Eine Schlagzeile, die für ein erfolgreiches Jahr der Konsolidierung stünde.

 Dieser Artikel erschien zuerst in unserer Fußball-Beilage am 29. Juli