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Fussball-Bezirksliga FC Hude erkämpft sich 3:2-Heimsieg über Wiefelstede

Von Lars Pingel | 30.10.2016, 20:02 Uhr

Die Bezirksliga-Fußballer des FC Hude haben ihren dritten Saisonsieg gefeiert. Am Sonntag erkämpften sie sich im heimischen Waldstadion einen 3:2 (0:0)-Erfolg über Eintracht Wiefelstede. Der FCH lag nach 71 Minuten schon mit 3:0 vorn, musste dann aber doch noch kräftig zittern.

Es ist in allen Fußball-Ligen zu einem Brauch geworden, dass die Trainer die erste Analyse eines Spiels direkt nach dem Schlusspfiff mitten auf dem Feld vornehmen. Lars Möhlenbrock macht mit seinem Bezirksligisten FC Hude keine Ausnahme. Am Sonntag waren er und fast alle Spieler schon am Mittelkreis, machten dann aber wieder kehrt und gingen zur Auswechselbank, um den schwer erkämpften und erzitterten 3:2 (0:0)-Heimsieg über Eintracht Wiefelstede zu feiern. Dort saß der völlig entkräftete, in der Nachspielzeit ausgewechselte Torben Liebsch. Er war war das Beispiel für das Engagement mit dem das FCH-Team eine vor allem nach der Pause turbulenten Partie bestritten hatte, die es nach einer Roten Karte gegen ihren Torwart Christopher Schnake (75.) zu zehnt beendete.

Maik Spohler bringt FCH mit 3:0 in Führung

Das und der Erfolg über den Tabellenvierten sollten seinem Team Auftrieb im Rennen gegen den Abstieg geben, sagte Möhlenbrock, nachdem er den Teamkreis verlassen hatte: „Wenn du so etwas in Unterzahl meisterst, festigt dich das für die nächsten Spiele.“ So etwas – das war ein Spiel, das der FCH in der 71. Minute eigentlich entschieden hatte. Maik Spohler krönte ein starkes Solo von Torben Hellemann auf der rechten Seite mit dem 3:0. Julian Arciszewski (53.) und der 180 Sekunden zuvor eingewechselte Ole Schöneboom hatten vorgelegt (65.). „Ich habe gedacht. Das war es“, gab Möhlenbrock zu.

Huder Torwart fliegt vom Platz

Das erste Eintracht-Tor durch einen Volleyschuss aus kurzer Distanz von Dominik Kowaczek (73.) sorgte noch nicht für erhöhten Pulsschlag. Das änderte sich nicht einmal zwei Minuten später schlagartig. Nach einem Pressschlag im Huder Strafrum blieb FCH-Verteidiger Jannik Meyer angeschlagen liegen. In dem kleinen Rudel um ihn herum geriet Schnake mit Gästespieler Dennis Spiekermann aneinander und gab dem einen Schubser. Dem guten Schiedsrichter Malec Mohammad (VfL Oldenburg) blieb keine Wahl: Rot.

Möhlenbrock nahm Arciszewski für Ersatztorwart Philip Witte vom Platz. Der stand kaum zwischen den Pfosten, da lag der Ball zum zweiten Mal im Huder Tor. Nach der Ecke, die aus dem Pressschlag entstanden war – deren Berechtigung zweifelten die Huder an – köpfte Dennis Spiekermann das 2:3. „Das sind Emotionen, das kann passieren“, nahm Möhlenbrock Schnake später in Schutz. „Trotzdem, nach dem Platzverweis wird das Spiel wieder spannend.“ Seine Vorgabe für die Schlussphase beschrieb er mit einem Wort: „Beton.“ Seine Mannschaft setzte sie mit etwas Glück und mehr Geschick um.

Wenig Torchancen in der ersten Halbzeit

Von derart aufregenden Szenen war die Partie in den ersten 45 Minuten ganz weit entfernt. Die Wiefelsteder bauten tief in der eigenen Hälfte ein für die Huder unüberwindbares Abwehrbollwerk auf. Sie nahmen dabei in Kauf, dass der FCH viel mehr Ballbesitz hatte. Außer zwei im Ansatz gefährlichen Aktionen, ein Kopfball von Nils Sandau (6.) und ein Schüsschen aus dem Gewühl heraus von Liebsch (32.), nutzte ihm das nichts.

Die einzige Torchance vor der Pause hatte die Eintracht. Henning Röpke zwang Schnake mit einem Freistoß zu einer Glanzparade.

„In der Pause haben wir die Laufwege etwas verändert“, erklärte Möhlenbrock die Wende. Das zahlte sich letztlich mit dem dritten Saisonsieg aus.