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Fußball-Bezirksliga FC Hude holt nach 0:2 noch 2:2 gegen WSC Wilhelmshaven

Von Andreas Bahlmann | 02.12.2018, 14:10 Uhr

Fußball-Bezirksligist FC Hude hat sich im Verfolgerduell gegen den Tabellendritten WSC Frisia Wilhelmshaven trotz 0:2-Rückstand noch ein 2:2-Unentschieden erkämpft.

Lars Möhlenbrock atmete nach einer unterhaltsamen Partie erleichtert auf. „Das Unentschieden ist gerecht und ich bin echt stolz auf meine Mannschaft, wie sie sich in das Spiel zurückgekämpft hat“, sagte der Trainer des FC Hude nach dem Schlussakt in diesem Jahr für den Fußball-Bezirksligisten. Gegen den Tabellendritten WSC Frisia Wilhelmshaven lag der Aufsteiger zur Pause mit 0:2 zurück, freute sich am Ende aber doch noch über ein 2:2-Unentschieden.

Vor der guten Kulisse von 200 Zuschauern entwickelte sich auf dem Huder Kunstrasenplatz ein sehr zweikampfbetontes, von beiden Seiten aber auch sehr leidenschaftlich geführtes Spiel. „Wir hatten uns vorgenommen, gerade auf dem Kunstrasen möglichst viel spielerisch zu lösen. Das funktionierte aber nicht“, beschrieb FCH-Trainer Lars Möhlenbrock die erste Halbzeit.

Denn seine Elf griff gegen die gut organisierte Gäste-Abwehr zum einen zu ungestüm und zu hektisch an; Ausnahme war eine sehr gute Möglichkeit für Mittelstürmer Mohammed Alawie. Und leistete sich in der Defensive gleichzeitig zwei Patzer. Günter Wolken eroberte in der Huder Abwehr den Ball und passte genau auf Tim Rister, der von der Strafraumgrenze aus trocken zum 1:0 für die Frisia einschoss (24.). Nach einer langen Flanke aus dem Halbfeld erhöhte der freistehende Melvin Lamberty sogar auf 2:0 (43.).

FC Hude mit Kick & Rush im Angriff effektiver

„Wir müssen versuchen, jetzt einiges in unserem Spiel umstellen, vor allen Dingen im Kopf“, sagte Möhlenbrock auf dem Weg in die Kabine. Und die Ansprache des Huder Trainers fruchtete. Hude kämpfte nach Wiederanpfiff mit großer Leidenschaft um jeden Ball und jeden Meter Spielfeld. Mit kompromissloser Zweikampfführung und robustem „Kick & Rush“ wollte sie unbedingt den Anschlusstreffer erzwingen. Die Defensive der Gäste geriet gehörig unter Druck. „Wir hätten viel eher Kick and Rush spielen sollen“, fand Möhlenbrock.

Denn mit den langen Bällen kam Hude viel häufiger in den Wilhelmshavener Strafraum. Erst verkürzte Andy Brinkmann nach einem Foul an Jannik Meyer per Strafstoß auf 1:2 (54.). In der hektischer werdenden Partie, in der auch Lars Möhlenbrock des Feldes verwiesen wurde, glich Meyer nach einem Fehler des schon nach 18 Minuten eingewechselten Wilhelmshavener Keepers Sascha Theil zum 2:2 aus (65.). Hude wollte nun den Sieg, hatte aber auch mächtig Glück. Denn FCH-Torwart Tino Hertlein hielt mit zwei Glanzparaden gegen Julian Striesow und Günther Wolken den Punkt fest.

Frisias Trainer Andreas Tecker konnte sich mit dem 2:2 gut arrangieren: „Vom Ergebnis her sind wir zufrieden, weil wir immer noch vor Hude stehen. Wir wussten, dass es schwer für uns wird. Meine noch sehr junge Mannschaft hat sich aber von der Hektik nicht anstecken lassen, denn dann kann man so ein Spiel trotz Führung auch noch verlieren. Das verdient meinen Respekt.“