Ein Angebot der NOZ

Fussball-Bezirksliga FC Hude verliert Heimspiel gegen STV Wilhelmshaven

Von Lars Pingel | 02.04.2017, 22:58 Uhr

Die Bezirksliga-Fußballer des FC Hude haben am Sonntag eine Heimniederlage kassiert: Sie verloren gegen den STV Wilhelmshaven mit 0:1 (0:0).

Die Spieler des Fußball-Bezirksligisten FC Hude, ihre Trainer und ihre Betreuer lagen, saßen oder standen am späten Sonntagnachmittag lange mit ins leere gehenden Blicken im Waldstadion. Sie versuchten, die Enttäuschung zu verarbeiten, dass das Team gerade eine gute Chance vergeben hatte, seine Situation im Kampf um den Ligaverbleib deutlich zu verbessern. Nach einer 0:1 (0:0)-Heimniederlage gegen den STV Wilhelmshaven ist der FCH mit 25 Punkten weiter Zwölfter – vor dem STV (23), der die Abstiegsplätze verließ.

Chancen nach Freistößen

Das sehr mäßige Spiel nahm erst nach der Pause Fahrt auf. Bis dahin hatte sich das Geschehen vor allem im Mittelfeld abgespielt, wo sich beide Mannschaften in Zweikämpfen verzettelten. Die Huder waren nach der Pause spielbestimmend. Allerdings leisteten sie sich in der Nähe des STV-Strafraums regelmäßig ungenaue Pässe oder unkonzentrierte Ballannahmen. Das machte es den kampfstarken, auf Konter lauernden Gästen leicht, Huder Angriffe zu stoppen. Trotzdem hatte der FCH nach zwei Freistößen gute Torchancen, vergab sie aber (50., 52.).

Weihert trifft für Wilhelmshaven

Der STV nutzte dagegen seine erste klare Möglichkeit: Tobias Renken traf mit einem unhaltbaren 16-Meter-Schuss (59.). Anschließend hätten die Gäste die Partie gegen geschockte Huder vorzeitig entscheiden können. Kevin Weihert verfehlte aus 20 Metern aber genauso knapp das FCH-Tor (65.) wie Daniel Böhnke nach einem Missverständnis in der FCH-Abwehr (67.).

Hude warf dann alles nach vorn, erkämpfte sich auch einige klare Chancen. Doch der gute STV-Torwart Nico Hartig war nicht zu überwinden.

Zwei FCH-Spieler fliegen vom Platz

Die Huder Spieler diskutierten am Sonntag recht oft über Schiedsrichterentscheidungen. Das kostete sie viel Konzentration auf das Wesentliche. „Darauf dürfen wir uns nicht einlassen“, sagte FCH-Trainer Lars Möhlenbrock: „Die Unparteiischen sind auch nur Menschen, die dürfen auch Fehler machen.“ Sein Team fing sich zwei Platzverweise ein. Der schon ausgewechselte Alexander Schmidt, der von der Bank aus sehr lautstark Kritik übte (68.), und Jannik Meyer, der einen aufs Feld gerollten, zweiten Ball zur Seite drosch und den STV-Trainer traf (90.+1), Rote Karten. „Die waren vollkommen berechtigt“, fand Möhlenbrock.

Möhlenbrock monierte, dass seine Spieler nicht zusammen gespielt hätten. „Jeder wollte es selber machen, dann kriegst du so ein Spiel“, sagte er und kritisierte auch, dass die Einstellung zum Spiel nicht gepasst hatte. „Der STV kämpft mit Mann und Maus. Wenn du da nicht von Anfang an gegenhälst, wird es schwer“, erklärte der FCH-Trainer. „Mit spielerischen Mitteln kannst du das nicht lösen.“