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Fußball-Bezirksliga Notelf des VfL Stenum schlägt sich wacker

Von Klaus Erdmann | 01.05.2019, 16:25 Uhr

Die stark ersatzgeschwächte Mannschaft des VfL Stenum hat sich gegen GVO Oldenburg, Tabellendritter der Fußball-Bezirksliga, wacker geschlagen. Die Heimniederlage konnte sie aber nicht verhindern.

Nach dem 2:5 (0:3) gegen GVO Oldenburg zeigte sich Thomas Baake natürlich enttäuscht. Die Analyse trug der Trainer des Fußball-Bezirksligisten VfL Stenum, der sich zuvor wacker geschlagen hatte, mit ernster Miene vor. Doch als er auf den zweiten Treffer seiner Mannschaft zurückblickte, schmunzelte der Coach: „Wir haben immerhin das schönste Tor geschossen.“ In der Tat: Fynn Dohrmanns 2:5 verdient besondere Anerkennung. Unmittelbar nach dem 1:5 sah der in der Nähe der Mittellinie stehende Stenumer, dass Oldenburgs Schlussmann Lukas Oltmanns zu weit vor seinem Gehäuse stand und überlistete den Keeper mit einer Bogenlampe, Marke „Tor des Monats“.

Artistische Parade von VfL-Torwart Marc Landwehr

Die zweite herausragende Szene steuerte ebenfalls der VfL bei. In der 72. Minute reagierte Torwart Marc Landwehr auf einen Schuss von Patrick Janzen mit einer Parade, die ihren Höhepunkt in einer artistischen Fußabwehr fand.

Landwehr gehörte zu jenen Stenumern, die aufgrund großer personeller Probleme in der ersten Mannschaft zum Einsatz kamen. Baake sprach von einer „Notelf“. Nachdem auch noch Paul Fuhrken in der 52. Minute verletzt ausgeschieden war, stellte Baake fest: „Momentan stehen noch neun Spieler aus dem eigenen Kader zur Verfügung.“

GVO Oldenburg führt zur Pause mit 3:0

Der spielerisch überlegene Gast ging in der 6. Minute durch Lasse Dworczak, der einen Ballverlust des VfL nutzte, in Führung. Tilko Trebesch markierte das 0:2 (21.). Dworczak erzielte das dritte Tor (44.). „Das 0:3 war der Knockout“, stellte Baake fest. Sein Team fand nach dem 0:2 besser ins Spiel. Es vergab durch Maximilian Klatte (22.) und Dohrmann (28.) gute Chancen. Auf der anderen Seite verhinderte Landwehr gegen Dworczak Schlimmeres (35.).

Nach Andre Geikens 0:4 (58.) traf Dohrmann in der 69. Minute erstmals. Geikens 1:5 folgte ebenfalls noch in der 77. Minute Dohrmanns Traumtor.

VfL Stenum steigert sich in der zweiten Halbzeit

Baake bezeichnete die Niederlage als „verdient“. Während der Pause habe er seine Führungsspieler Torben Würdemann und Maximilian Klatte „ins Gebet genommen“. In der zweiten Halbzeit habe sich der VfL besser auf den Gegner eingestellt. Baake: „Obwohl die A-Junioren während der Ostertage spielfrei waren, habe ich keine Jugendlichen eingesetzt. Es soll sich keiner von ihnen verletzen. Für den Aufstieg der A-Jugend stellen wir alles hinten an.“ Für die nächste Saison, so Baake, lägen 18 Zusagen vor. „Sieben Spieler sollen noch dazu kommen – mindestens“, ergänzte er.