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Fußball-Bezirksliga Serien machen heimische Mannschaften selbstbewusst

Von Klaus Erdmann | 06.11.2015, 22:23 Uhr

Jürgen Hahn, Cheftrainer des Bezirksliga-Spitzenreiters SV Atlas Delmenhorst, fordert gegen den TV Esenshamm einen konzentrierten Auftritt. Die Fußballer des VfL Stenum gastieren beim FC Rastede und der TSV Ganderkesee spielt beim Heidmühler FC.

Positive Serien machen selbstbewusst. Zu dieser Erkenntnis gelangt, wer sich dieser Tage mit den Trainern der Fußball-Bezirksligisten VfL Stenum (Thomas Baake) und TSV Ganderkesee (Daniel Lachmund) unterhält. Beide gehen die Auswärtsaufgaben beim FC Rastede (Stenum) und Heidmühler FC aufgrund des guten Abschneidens während der letzten Wochen mit einer gehörigen Portion Zuversicht an. Die Begegnungen beginnen am Sonntag um 14.30 Uhr.

Bereits heute, 14 Uhr, erwartet Spitzenreiter SV Atlas den TV Esenshamm. Die Delmenhorster verweisen auf zwei Ausnahmeserien. Sie haben ihre 13 Saisonspiele ohne Niederlage überstanden und in den sechs Partien im Stadion sechs Siege und 27:2 Tore errungen. Angesichts dieser imponierenden Zwischenbilanz und eingedenk der Erfolge in den Spitzenspielen ( 6:1 gegen TuS Obenstrohe und 3:1 beim WSC Frisia Wilhelmshaven) fordert Cheftrainer Jürgen Hahn: „Wir müssen konzentriert arbeiten und nicht über die Höhe des Sieges diskutieren.“

Esenshamm liegt nur einen Punkt vor einem Abstiegsplatz, weist jedoch zwei bzw. drei Treffen weniger als die Konkurrenz auf. „Der Gegner hat einige gute Individualisten“, betont Hahn. Damit meint er auch Bünyamin Kapakli, der acht der 14 TVE-Treffer erzielt hat. In den vergangenen beiden Spielen fehlte der langjährige Esenshammer Leistungsträger.

Beim SV Atlas fehlen weiterhin Tom Witte und Steven Müller-Rautenberg. Ferner steht Kapitän Daniel von Seggern (Fersensporn) nicht zur Verfügung. Iman Bi-Ria ist wieder dabei. Ob Florian Urbainski oder David Lohmann das Tor hütet, wollte Hahn nicht verraten.

Seit sieben Partien ist der VfL Stenum ungeschlagen. Lohn ist Platz sechs, der sich nach den Worten von Baake „gut anfühlt“. Der Trainer sagt aber auch: „Zwischen Selbstbewusstsein und Überheblichkeit ist oft nur ein schmaler Grat.“ Grund zur Überheblichkeit besteht nicht, denn Rastede hat die letzten vier Spiele nicht verloren. Rastede, so der Stenumer Coach, sei bei Standardsituationen gefährlich. „Wir müssen die Null halten. Vorne ergeben sich Möglichkeiten“, gibt er eine Marschroute aus, die plausibel klingt. Ein Punkt wäre ein Erfolg, aber: „Ich traue den Jungs mehr zu.“ Nur Abwehrspieler Malte Tönjes fehlt Baake aus privaten Gründen.

Immerhin seit vier Spielen ist der TSV Ganderkesee unbesiegt. Lachmund hofft, dass der Tabellenzweite Heidmühle die wahre Leistungsstärke des TSV, der die elfte Position einnimmt, unterschätzt. „Es ist wichtig, dass wir punkten“, unterstreicht der Trainer des TSV, auf dessen Konto sich 13 Zähler befinden. Man habe vier Unentschieden erreicht und sei in der Lage gewesen, mehr zu holen. Die Mannschaft sei voller Tatendrang und Vorfreude, sagt Lachmund („Wir haben Bock“). Gegen Heidmühle, das auf eigenem Platz noch nicht verlor, fehlt dem TSV Jan Kerner (gelbgesperrt). Ob Robin Ramke (Grippe) mitwirken kann, vermochte der Coach nicht zu sagen.