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Fußball-Bezirksliga Spitzenspiel für Wildeshausen, Frühschicht für Baris

Von Frederik Böckmann und Klaus Erdmann | 17.11.2018, 12:17 Uhr

Delmenhorst Frühe Auswärtspartie für den SV Baris, Heimspiele für den VfL Wildeshausen, FC Hude und den SV Tur Abdin: So sieht das Programm der Fußball-Bezirksligisten am Sonntag aus.

 VfL Wildeshausen

Der Spitzenreiter VfL Wildeshausen erwartet den Tabellendritten GVO Oldenburg – im Krandelstadion könnte es ab 15 Uhr ein attraktives Fußballspiel geben. „Wenn GVO seine volle PS auf den Platz bringt, dann sind die gut unterwegs“, hat Wildeshausens Trainer Marcel Bragula großen Respekt vor den Gästen. Das gilt besonders für das Offensivspiel: Mit Andre Geiken (13 Saisontore), Lasse Dworczak (7) oder dem Ex-Wardenburger Patrick Janzen (2) hat die Offensive das höchste Tempo der Liga. Dazu ziehen mit Dennis Matthiesen und dem früheren U-Nationalspieler Mathias Brandes routinierte Spieler die Fäden im Mittelfeld. In der Abwehr verteidigt mit Lukas Müller ein guter Spieler.

An der Seitenlinie steht in dem mit „beneidenswerter Ruhe“ (Bragula) ausgestatteten Hans-Jürgen Immerthal ein guter Trainer. Bragula, der vielleicht auf zahlreiche Leistungsträger verzichten muss, erwartet daher ein ausgeglichenes Spiel und glaubt: „Es kommt auf die Tagesform an.“

Bleibt nur noch eine Frage offen: Was sagt Marcel Bragula zur Trainer-Personalie beim SV Atlas, wo auch der 44-Jährige ein heißer Kandidat sein könnte: „Es ist ganz normal, dass im Fußball zu dieser Zeit über die Personalien für die kommende Saison geredet wird. Aber da muss ich nicht meinen Senf zu abgeben. Das ist Aufgabe von Funktionären.“ Bragula hat beim VfL noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2019.

 SV Baris Delmenhorst

„Das ist ein harter Prüfstein“, betont Trainer Önder Caki vor dem Auftritt beim WSC Frisia Wilhelmshaven. Das hängt auch damit zusammen, dass das Spiel am Sonntag bereits um 11 Uhr angepfiffen wird. Erschwerend kommt hinzu, dass die Delmenhorster am Samstag der Hochzeit ihres Mitspielers Serkan Mangal einen Besuch abstatten.

Wilhelmshaven belegte zwischenzeitlich die zwölfte Position, arbeitete sich jedoch wieder nach oben. Mit 40 Treffern stellt der WSC vor dem SV Baris (39) die erfolgreichste Offensivabteilung. Reizvoll ist das Treffen der führenden Torjäger Devin Isik (Baris, 16) und Tim Rister (15).

Caki meint: „Es ist ein Spiel auf Augenhöhe. Wir sind gut gestartet, Frisia hat zuletzt gut gepunktet.“ Es seien nicht alle Mann an Bord, unterstreicht Önder Caki, aber: „Wir haben gezeigt, dass es auch geht, wenn wichtige Spieler fehlen.“

 FC Hude

Nach zwei Zu-Null-Niederlagen gegen den TuS Eversten (0:2) und beim Heidmühler FC (0:3) ist der FC Hude wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Vor dem Heimspiel gegen den Ex-Drittligisten SV Wilhelmshavenn (14 Uhr) versuchte Hudes Trainer Lars Möhlenbrock vor allem, am Abwehrverhalten bei Standardsituationen zu arbeiten.

 Tur Abdin Delmenhorst

Vor der Saison war der der SV Tur Abdin Delmenhorst ein Geheimfavorit auf den Titel. Nach 14 Spielen liegen die Aramäer aber nur im Mittelfeld. Ein Grund: die ständigen Leistungsschwankungen. Fest steht: Im Heimspiel gegen Eversten (neue Anstoßzeit: 14.15 Uhr) ist Abdin Favorit. Der Ausgang? Offen.