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FUSSBALL-BEZIRKSLIGA Stenum und Tur Abdin wollen sich etwas zutrauen

08.10.2016, 11:32 Uhr

Attraktive Heimspiele für den VfL Stenum und den SV Tur Abdin: Die beiden heimischen Fußball-Bezirksligisten erwarten am Sonntag (15 Uhr) jeweils zu Hause einen Landesliga-Absteiger. Stenum trifft auf den Tabellenzweiten SV Wilhelmshaven, während der SV Brake bei den Aramäern gastiert.

Der VfL Stenum brennt auf das Heimspiel gegen den Ex-Regionalligisten SV Wilhelmshaven. Das spürte Trainer Thomas Baake nicht nur im Training, sondern führt als Beispiel auch Arnold Koletzek an. Der Defensiv-Allrounder fehlte unter der Woche erkrankt, schrieb seinem Coach aber, dass er unbedingt hoffe, bei der Partie dabei sein zu können. „Das wäre sehr wichtig für uns. Arnold war jemand, der in den vergangenen Wochen konstante Leistungen gezeigt hat.“

Herausragender Spieler beim SVW ist Goalgetter Robert Plichta (15 Saisontore), der in der Vorwoche alleine gegen Tur Abdin drei Mal einnetzte. „Er ist ein herausragender Stürmer. Der macht aus jeder Halbchance ein Tor“, warnt Baake. Um Fehler bei eigenem Ballbesitz zu verhindern, soll sich möglichst immer ein Sechser fallen lassen, um die Innenverteidiger beim Aufbauspiel zu unterstützen. Trotz des großen Namens hält Baake den Tabellenzweiten nicht für unverwundbar. „Möglich ist alles“, sagt der Coach, der am Sonntag auf Grund eines Familienurlaubs in Dänemark von seinem Co-Trainer Werner Bruns vertreten wird.

Beim VfL Stenum fehlt neben den Langzeitverletzten Bastian Morche und Adrian Mazur nur Fynn Dohrmann. Dafür sind Torben Würdemann, Marten Michael und Torwart Marco Scheffler wieder dabei. „Wir haben zum ersten Mal seit langem wieder die Qual der Wahl“, freut sich Baake. Einige Akteure werden deshalb in der zweiten Mannschaft aushelfen, die in der 1. Kreisklasse zum Kellerduell bei RW Hürriyet antritt.

1:4 beim SV Wilhelmshaven – die Leistung des SV Tur Abdin am vergangenen Wochenende war sehr ordentlich, trotzdem stand der SVT am Ende mit leeren Händen da. In der Analyse der Partie zeigte sich die Mannschaft durchaus selbstkritisch, wie Trainer Stefan Keller erzählt. Dabei ging es nicht um die vier Gegentore, sondern eher um die Leistung im Angriff. „Die Mannschaft hat in der Offensive nicht ganz das abgerufen, was sie kann. Das war ein wenig schade“, trauert Keller einem möglichen Punktgewinn noch etwas hinterher.

Die Gegenwart heißt jedoch SV Brake. „Der hat schon eine starke Offensive“, sagt Keller mit Blick auf Spielmacher Normann Preuß oder Stürmer Mirko Jankowski (acht Saiontore). Allerdings hat der SVB in der Defensive auch Schwächen. Seine Truppe müsse sich deshalb im Angriffsspiel „etwas zutrauen und Druck machen“. Bei Tur Abdin fehlen wahrscheinlich Co-Trainer Paul Leis und Stefan Kulikow.