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Fußball-Bezirksliga SV Atlas schießt TSV Ganderkesee nach der Pause ab

Von Klaus Erdmann | 26.03.2016, 19:23 Uhr

Der SV Atlas dreht im zweiten Durchgang auf und siegt beim TSV Ganderkesee mit 6:1. Die individuelle Qualität gibt den Ausschlag für den Spitzenreiter der Fußball-Bezirksliga.

In einem Nachbarschaftsderby der Fußball-Bezirksliga errang der SV Atlas Delmenhorst gestern ein 6:1 (1:1) beim TSV Ganderkesee. Der Spitzenreiter erhöhte nach der Pause den Druck und setzte sich einmal mehr aufgrund der mannschaftlichen und individuellen Qualität durch. Die Ganderkeseer, die sich einige Male durch Entscheidungen des Unparteiischen-Trios benachteiligt sahen, hielten eine Stunde lang gut mit.

TSV hält zunächst dagegen

Nach 17 Minuten nutzte Iman Bi-Ria ein Zuspiel von Dominik Entelmann zum 0:1. In der 28. und 31. Minute parierte SVA-Schlussmann Florian Urbainski Freistöße von Timur Nakip und Michael Eberle. Auf der Gegenseite landete ein von Daniel Isailovic getretener Freistoß an der Unterkante der Latte (36.). Eine Minute später fälschte Lars Scholz einen Kopfball von Jean-Michel Dietrich zum 1:1 ab. In der 42. Minute scheiterte Atlas-Torjäger Entelmann an Keeper Christian Klattenhoff, ehe Jan-Henrik Kerner rettete.

Umstrittene rote Karte gegen Ganderkesees Jan-Henrik Kerner

In der 54. Minute gelang Isailovic das 1:2. Zwischen der 57, und 77. Minute wurde es hektisch. Zunächst forderte Ganderkesee nach einem Zweikampf zwischen SVA-Spieler Maximilian Klatte und Sven Apostel vehement einen Elfmeter. Schiedsrichter Jannik Weinkauf (VfL Oldenburg) ließ zu Recht weiterspielen. Neun Minuten später sah Kerner nach Vergehen an Bi-Ria die Rote Karte. Die TSVer meinten, dass diese Entscheidung zu hart sei. Isailovic verwandelte den Freistoß zum 1:3 (67.). Nach einem Foul von Marc Rässler an Scholz verwandelte Entelmann den Strafstoß zum 1:4 (70.). Vier Minuten später traf Musa Karli nach exaktem Entelmann-Zuspiel zum 1:5. In der 77. Minute prallte Robin Ramke nach einem Duell mit Stefan Bruns gegen die Bande und zog sich eine Kopfverletzung zu. Der aufgeregte TSV-Trainer Daniel Lachmund wurde von Weinkauf hinter die Bande geschickt. TSV hatte bereits dreimal gewechselt und musste das Spiel mit neun Aktiven beenden. Nach Vorarbeit von Maximilian Klatte traf Simon Matta zum 1:6 (90.).

Hahn: Waren geduldig

„Wir haben in der ersten Halbzeit gut gespielt, Atlas hat nicht viele Chancen liegen gelassen“, meinte Lachmund. Apostel hätte einen Elfmeter bekommen müssen. Die Rote Karte sei der Knackpunkt, eine Gelbe Karte angebracht gewesen. TSV habe aber nicht aufgrund der Schiedsrichter-Leistung verloren. Es sei auf dem schwer bespielbaren Platz nicht einfach gewesen, erklärte Atlas-Coach Jürgen Hahn. Seine Mannschaft habe anfangs zuviel zugelassen. „Aber wir haben geduldig gespielt“, zeigte er sich zufrieden.