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Fussball-Bezirksliga SV Baris Delmenhorst fährt achten Saisonsieg ein

Von Klaus Erdmann | 26.11.2017, 20:51 Uhr

Die Bezirksliga-Fußballer des SV Baris Delmenhorst haben am Sonntag ihren achten Saisonsieg eingefahren. Der Aufsteiger setzte sich gegen GVO Oldenburg mit 3:2 durch.

Seien wir mal ehrlich: Nur wenige Fußballfreunde hätten dem SV Baris zugetraut, dass er Ende November in der Fußball-Bezirksliga Rang vier einnimmt. Jetzt, nach dem 3:2 (1:0) über GVO Oldenburg, belegt der imponierende Aufsteiger genau jenen Platz – hinter dem WSC Frisia Wilhelmshaven und vor dem VfB Oldenburg II (und dem Ortsrivalen) SV Tur Abdin). Dabei muss berücksichtigt werden, dass Baris zwei Spiele weniger aufweist als die Wilhelmshavener und die Oldenburger.

Das 3:2, der achte Dreier im 14. Spiel, haben sich die Delmenhorster am Sonntagnachmittag redlich verdient. Der SV Baris investierte mehr als der Gast und stellte die in spielerischer Hinsicht deutlich überlegene Mannschaft.

Mikael Blümel erzielt das 1:0 für den SV Baris

Eingangs musste der Neuling gegen die „Unentschieden-Könige“ aus Oldenburg (bei GVO stehen nach 15 Partien sieben Punkteteilungen zu Buche) bange Momente überstehen. Bereits nach drei Minuten wurde ein Schuss von Hendrik Ramke abgeblockt und in der zwölften Minute schoss Fabian Baur aus 16 Metern über das gegnerische Gehäuse. Doch auch Baris erarbeitete sich Gelegenheiten: In der zehnten Minute zeigte Keeper Vivian-Phil Bartz eine Glanzparade und acht Minuten später verfehlte Devin Isik das Ziel. In den Minuten vor der Pause rückte Baris’ Mikael Blümel ins Rampenlicht. In der 37. Minute klärte er im letzten Moment vor Mannschaftskapitän Patrick Warns und in der zweiten Minute der Nachspielzeit erzielte er mit einem Freistoß von der Rechtsaußen-Position das 1:0. Schlussmann Bartz machte keine Figur. Zwischen diesen beiden Blümel-Szenen lag eine Baris-Großchance: Mert Caki scheiterte an Bartz, ehe Fynn Birke den Nachschuss über das Tor setzte (41.).

Baris gab den Ton an. Allerdings beendete das Team einige vielversprechende Aktionen mit ungenauen Zuspielen, die Beute des Gegners wurden, und agierte zuweilen überhastet. „Spielt ruhiger“, rief Cheftrainer Önder Caki seinen Schützlingen wiederholt zu.

SV Baris hat Konterchancen

Nach der Pause wechselte Oldenburg mit Abdoulaye Cisse einen quirligen Angreifer ein, der das Offensivspiel deutlich belebte. Er sorgte für Unruhe und besaß wesentlichen Anteil daran, dass der SV Baris in der Defensive mehr Arbeit verrichten musste. In der 52. Minute verwertete der freistehende Tristan Gröck ein Zuspiel von Cisse zum Ausgleich. Nur eine Minute später verpasste GVO-Spieler Baur das zweite Tor des Gastes. In der 57. Minute sorgte Isik für Jubel im Baris-Lager, als er eine Blümel-Ecke zum 2:1 in die Maschen köpfte. Drei Minuten später trug der SVB einen sehenswerten Spielzug vor, an dessen Ende eine Flanke von Isik und ein Kopfball von Dennis Kuhn, der zum 3:1 führte, standen. GVO steckte jedoch nicht auf und kam durch Bent Geitner, der nicht energisch genug angegriffen wurde, wieder heran (65.). Danach ließ der SV Baris, dem sich gute Konterchancen boten, jedoch nichts mehr anbrennen.

„Wir hätten in der ersten Halbzeit zurückliegen können, aber dann lief es besser“, meinte Coach Caki. Das 1:0 sei gut für die Moral gewesen. Nach dem ersten Gegentor habe Baris mit dem 3:1 eine gute Antwort gegeben. Danach hätte man allerdings souveräner sein müssen. Insgesamt, so der Trainer, habe es seine Mannschaft gut gemacht.