Ein Angebot der NOZ

Fußball-Bezirksliga SV Baris Delmenhorst will Negativtrend hinter sich lassen

Von Lennart Bonk | 10.05.2019, 21:31 Uhr

Delmenhorst/Landkreis Oldenburg. Der VfL Wildeshausen will nach dem Titelgewinn in der Fußball-Bezirksliga weiter Vollgas geben. Der FC Hude und der SV Baris Delmenhorst vor anspruchsvollen Aufgaben.

Schon am Mittwochmorgen, ein paar Stunden nach der gebührend gefeierten Trainingsplatz-Meisterschaft, hat Marcel Bragula, Trainer des noch Fußball-Bezirksligisten VfL Wildeshausen, mit seinem Co-Trainer Patrick Meyer korrespondiert. Die Spielidee für das vorletzte Heimspiel am Sonntag war das Gesprächsthema nach der langen Partynacht. Ab 15 Uhr ist der Tabellen-13. FC Rastede im Krandelstadion zu Gast. „Mit Vollgas“, betont Bragula, würde der VfL die letzten vier Begegnungen bestreiten. Doch so ganz wird die Partystimmung in Wildeshausen wohl nicht verflogen sein. Am Samstag feiert der ehemalige VfL-Spieler Daniel Pasker seine Hochzeit und hat einen Großteil seiner ehemaligen Wildeshauser Weggefährten zu der Feier eingeladen. „Auch das kommt vor“, kommentiert Bragula. Allerdings sei das kein Anlass, der am Sonntag einen engagierten Auftritt gegen die Ammerländer, die in Sachen Klassenerhalt noch nicht ganz auf der sicheren Seite sind, verhindern würde. Er will mit seinen Spieler das schwere Restprogramm mit vier Siegen beschließen. „Es wird vernünftige taktische Vorbereitungen auf die Gegner geben und keine ‚Hab-dich-lieb-Aufstellungen‘“, betont Bragula. Gleichwohl einige Spieler, die in den bisherigen 26 Spielen seltener zum Einsatz gekommen sind, mehr Zeit auf dem Spielfeld bekommen sollen.

Der Aufsteiger FC Hude spielt die beste Saison der jüngeren Vereinsgeschichte. Mit 42 Punkten steht er in der höchsten Spielklasse, in der je eine Huder-Auswahl aufgelaufen ist, mit 42 Punkten auf Rang sechs. „Darüber freuen wir uns sehr“, findet Trainer Lars Möhlenbrock. Es sei auch das Ziel gewesen, die gute Rückrunde zu bestätigen, die die Huder mit 25 Punkten auf Platz fünf beendet hatten. 17 Punkte aus elf Rückrundenspielen stehen zu Buche. Am Sonntag, Anpfiff ist um 14.30 Uhr im Waldstadion, ist der Heidmühler FC zu Gast, gegen den der FCH „punktetechnisch etwas hinterher hängt“, sagt Möhlenbrock mit Blick auf die Bilanz. Nach drei Spielen gegen die Heidmühler in der Bezirksliga-Historie stehen immer noch null Punkte auf der Habenseite. Doch: „Die Vorzeichen sind jetzt anders“, gibt Möhlenbrock zu bedenken. In der ersten Bezirksliga-Saison vor zwei Spielzeiten traten die Huder, die am Ende knapp abgestiegen waren, als Liga-Neuling gegen den späteren Meister an. Beim 0:3 im Hinspiel dieser Saison hatten die Huder aus Sicht des Trainers Spielpech. Seine Mannschaft ist nun spielerisch gefestigt und trifft auf die viertschlechteste Rückrunden-Mannschaft der Liga. Aber das bedeute nicht viel, es wird die Tagesform entscheidend sein.

Wie tritt der TuS Obenstrohe nach dem Ausscheiden aus dem Aufstiegsrennen auf? Der SV Baris wird es am Sonntag, ab 14 Uhr, aus nächster Nähe erfahren. Der Tabellenelfte ist beim Zweiten zu Gast. Das endgültige Aus der Aufstiegsambitionen ist für Trainer Önder Caki kein großer Faktor: „Sie sind in der Rückrunde ein Schatten ihrer selbst. Ihre Chancen im Aufstiegsrennen waren schon seit einer Weile gering.“ Dennoch erwartet er einen spielerisch starken Gegner, der den zweiten Platz in der Tabelle bis zum Saisonende behaupten möchte. Die Delmenhorster stoppten zuletzt beim 1:1 gegen SV Wilhelmshaven den Negativtrend der letzten Wochen. „Die Einstellung gegen Wilhelmshaven war gut. Die Jungs können Fußball spielen, wenn sie wollen“, betont Caki. Mit einer solchen Leistung könnte auch gegen Obenstrohe etwas für seine Spieler drin sein.