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Fußball-Bezirksliga SV Baris mit erstem Bezirksliga-Heimsieg überhaupt

17.09.2017, 19:41 Uhr

Die Fußballer des SV Baris Delmenhorst ringen den VfB Oldenburg mit 3:2 nieder und feiern den ersten Heimsieg in der Bezirksliga in der Clubgeschichte.

Ein Fußballspiel an der Lerchenstraße kann schon einmal hektisch werden. Wenn der SV Baris auf dem Platz steht, kommen zwar selten mehr als 200 Zuschauer; die, die da sind, sorgen aber für eine erstaunliche Geräuschkulisse. So wäre am Sonntag im Bezirksliga-Spiel ein relativ wichtiges Ereignis beinahe untergegangen: Beim 3:2 (2:1) gegen den VfB Oldenburg II pfiffen etliche der 120 Schaulustigen die Nachspielzeit hindurch im Chor – ein dezenter Hinweis an Schiedsrichter Philip Eiben, doch bitte demnächst das Spiel zu beenden. Der tatsächliche Schlusspfiff war dann kaum zu hören, Trainer Önder Caki hatte ihn allerdings vernommen und rannte mit geballten Fäusten auf das Feld. „Wir haben 90 Minuten gekämpft, ich bin stolz“, jubelte der Coach. Es war schließlich der erste Bezirksliga-Heimsieg der Vereinsgeschichte.

Trainer Caki schwärmt von der Spielstärke

Der Jubel war anschließend groß, Caki herzte lange seinen Torwart Orhan Karakaya, der in der hektischen Schlussphase die Ruhe bewahrt hatte. „Es war ein hitziges Spiel“, fand der Schlussmann. „Aber solche Siege sind Gold wert.“ Aufsteiger Baris steht nach fünf Spielen nun bei respektablen sieben Punkten, Caki meinte in der Siegesfreude sogar, „dass wir spielerisch sicherlich zu den besten Mannschaften der Liga gehören“.

Gegen die robusten Oldenburger spielte Baris in der Tat den hübscheren Fußball, der Sieg war dann aber eher Produkt eines großen Kampfes. Kreisliga-Torschützenkönig Dennis Kuhn schoss in der 17. und 28. Minute eine verdiente 2:0-Führung für die Delmenhorster heraus, die danach noch hätten erhöhen können. Bastian Asmus verkürzte jedoch direkt vor der Pause und weckte den Siegeswillen der Oldenburger.

Al Aimre mit dem Siegtor

An der Feldüberlegenheit des SV Baris änderte das wenig, es sorgte aber für eine heiße zweite Hälfte mit neun Gelben Karten. Oldenburgs Lasse Otremba verhinderte in der 64. Minute das 3:1, als er vor der Linie gegen Mikael Blümel rettete. Die Gäste hätten fünf Minuten später ausgleichen können, Jannik Maas schoss aus zehn Metern aber über das leere Tor. Der nächste VfB-Angriff führte dann zum 2:2, nach einem Ballgewinn im Mittelfeld traf Andre Geiken mit einem strammen Schuss.

Verdientermaßen hatte Baris aber das bessere Ende für sich: Nach einer Freistoßflanke in der 78. Minute scheiterte Hussein Al Aimre frei aus acht Metern mit einem Kopfball an Gropius, den Nachschuss würgte er irgendwie über die Linie. Den Rest der Spielzeit verbrachten er und sein Team hauptsächlich damit, den Ball aus dem Strafraum zu schlagen – das reichte aber, um keine Chance mehr zuzulassen.