Ein Angebot der NOZ

Fußball-Bezirksliga SV Tur Abdin erlebt ein Heim-Debakel

Von Klaus Erdmann | 14.08.2016, 21:23 Uhr

Fußball-Bezirksligist SV Tur Abdin kassiert gegen den Heidmühler FC eine heftige Packung und bleibt in der jungen Saison ohne Punkte.

Beim ernüchternden 0:7 (0:3) gegen den Heidmühler FC haben die die Bezirksliga-Fußballer des SV Tur Abdin eine erschreckend schwache Vorstellung gezeigt. Die Delmenhorster bekamen von Anfang an keinen Zugriff auf das Spiel. Die Elf ließ phasenweise die richtige Einstellung vermissen, offenbarte in der Defensive deutliche Schwächen und gierte in der Offensive nicht durchschlagskräftig genug. Der Hausherr zeigte eine erschreckend schwache Vorstellung. Die Heidmühler trafen auf einen Gegner, der es ihnen leicht machte. Gleichwohl zeigte die Mannschaft von Hans-Jürgen Immerthal, dass sie zu den Meisterschaftsfavoriten gehört.

Fasshauer und Meine treffen je dreimal

Nicht nur der anfängliche Regen, sondern auch der HFC in Gestalt von Niklas Fasshauer verpasste Tur Abdin vor 100 Zuschauern eine kalte Dusche: Er nutzte bereits nach fünf Minuten eine Unaufmerksamkeit 0:1. Zehn Minuten später erhöhte Jascha Meine nach hervorragender Vorarbeit von Fasshauer auf 0:2. Die Hausherren waren nicht wirklich zu einer Antwort fähig. In der 16. Minute verpasste Manuel Celik das Ziel. Doch die deutlich klareren Chancen erarbeite sich Heidmühle. Eine von ihnen nutzte Fasshauer zum 0:3. Nach einem abgefälschten Zuspiel von Joschua Titz gelang ihm das 0:3 (29.). In der 31. Minute rettete Michael Sen in höchster Not und nach 41 Minuten bremste Justin Tjardes seinen Gegenspieler Celik.

Manuel Celik fliegt vom Platz

In der 48. Minute war wieder Meine an der Reihe. Nach einem Konter gelang ihm mit einem platzierten Schuss das 0:4. Damit zerstörte er die Hoffnungen der letzten Optimisten im SVT-Lager. In der 52. Minute stand der Gast dicht vor dem fünften Tor, doch Schlussmann Thorben Riechers parierte gegen Meine in glänzender Manier. Nach einer weiteren Parade gegen Keno Siebert vermochte der bemitleidenswerte Torhüter Treffer Nr. 5 nicht zu verhindern. Meine langte in der 62. Minute zu, als die Abwehr der Delmenhorster nicht entschlossen genug reagierte.

Co-Trainer Leis: Komische Einstellung

Siebert, der nach einem Duell mit George Celik mit einem Schuss unter die Latte zum Erfolg kam (78.), und der freistehende Fasshauer, der aus kurzer Distanz traf (84.) sorgten für das 0:7. Zwei Minuten vor dem letzten Tor wurde Celik mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen. Er hatte einen am Boden liegenden Gegenspieler angeschossen und bereits zuvor nach einem Foul an Philip Immerthal Gelb gesehen (74.)

Apropos: Spielmacher Immerthal, Sohn des Heidmühler Trainers, setzte seine Mitspieler immer wieder gut in Szene. Mit den jeweils dreimal erfolgreichen Fasshauer und Meine verfügt der Gast über herausragende Offensivkräfte.

Der spielende Co-Coach Paul Leis, der Cheftrainer Stefan Keller vertat, meinte: „Die Einstellung war komisch. Wir hatten kaum Körpersprache und Zweikämpfe waren enttäuschend. Wir haben ein Beispiel bekommen, wie man Fußball spielen kann.“

Als Ersatztorwart saß Iraklis Melissanidis (ansonsten Zweite) auf Tur Abdins Bank. Er vertrat Mihail Artene (Handverletzung).