Ein Angebot der NOZ

Fußball-Bezirksliga SV Tur Abdin: Höttges nimmt Spieler in die Pflicht

Von Frederik Böckmann | 28.08.2015, 21:33 Uhr

Der SV Atlas Delmenhorst will Wiedergutmachung für sein Pokal-Aus betreiben, der SV Tur Abdin Spitzenreiter TuS Obenstrohe ärgern, während der TSV Ganderkesee endlich den ersten Punkt einfahren will: Die drei Fußball-Mannschaften stehen am Wochenende vor ganz unterschiedlichen Aufgaben in der Bezirksliga.

Delmenhorst/Ganderkesee. Das überraschende Aus im Bezirkspokal beim TSV Ganderkesee ist abgehakt, jetzt blicken sie beim SV Atlas auf ihr Kerngeschäft: Die Meisterschaft in der Fußball-Bezirksliga. Am Samstag (15.30 Uhr) tritt der SVA, der seine ersten drei Begegnungen gewonnen hat, bei GVO Oldenburg an. Was Trainer Jürgen Hahn bei GVO erwartet, ist klar: Er fordert eine Wiedergutmachung für die schwache Leistung vom vergangenen Dienstag. In Oldenburg dürfte Hahn in der Startaufstellung wieder rotieren. „Mich hat niemand überzeugt“, kritisierte er seine Elf nach dem Pokal-Aus. Alternativen hat Hahn in seinem Edel-Kader jedenfalls genug, auch wenn er auf die verletzten Daniel Isailovic (Muskelfaserriss) und Stefan Kulikow (Probleme mit den Adduktoren) verzichten muss.

Höttges will ist nicht jammern, ist aber doch verärgert

Von Luxusproblemen in seinem Kader kann Andree Höttges derzeit nur träumen. Dem Trainer des SV Tur Abdin steht vor dem Heimspiel am Sonntag (15 Uhr) gegen Tabellenführer TuS Obenstrohe nur ein kleiner Kader zur Verfügung. Neben den Langzeitverletzten ist der Einsatz des verletzten Daniel Karli fraglich; zudem ist nicht sicher, ob einige Akteure von einem Junggesellen-Abschied aus Amsterdam rechtzeitig zurück sind. Er wolle über die Personalnot nicht jammern, erklärt Höttges. Aber ihn ärgere es schon, dass der Mannschaft immer selbst verschuldet einige Spieler fehlten; vor allem die mangelnde Trainingsbeteiligung ist dem Coach ein Dorn im Auge. „Da ist die Mannschaft gefordert, auch mal selbst mehr Verantwortung zu übernehmen“, sagt Höttges – und erklärt sich so die Konzentrationsschwächen gegen Heidmühle (1:1) und Atlas (0:1), die für ihn insgesamt vier Punkte gekostet haben.

Denn statt fünf Zählern haben die Aramäer deshalb bislang nur einen Punkt auf dem Konto. Schwarz sieht Höttges vor dem Spiel gegen Spitzenreiter Obenstrohe aber dennoch nicht. „Wir werden sicherlich nicht drauf losstürmen, aber mit einer guten Defensivleistung ist für uns etwas möglich.“

Lachmund hat die richtige Idee im Kopf

Eine starke Defensivleistung war auch das Erfolgsrezept des TSV Ganderkesee beim Pokal-Coup gegen Atlas. „Das haben wir gebraucht“, jubelte Lachmund nach dem Spiel. „Es zeigt sich, dass unser Jugendkonzept Früchte trägt und wir auch mal den Ausfall von zwölf Spielern kompensieren können.“ Diesen Schwung will der TSV natürlich mit in sein Heimspiel am Sonntag (14 Uhr) gegen den in dieser Saison noch ungeschlagenen und überraschend stark gestarteten TSV Abbehauen nehmen. „Diese Leichtigkeit, diese positive Energie müssen wir auch Sonntag zeigen“, sagt Lachmund.

Er betont, dass die Stimmung trotz der drei Punktspiel-Pleiten nicht schlecht gewesen sei. „Wir wissen, was wir können. Unser Selbstvertrauen war und ist groß.“ Rückschläge hatte Lachmund bei seiner jungen Mannschaft ohnehin eingeplant. Wichtig sei es jetzt, auch endlich in der Liga die ersten Punkte einzufahren. „Wir werden mit der richtigen Idee an das Spiel gehen“, sagt Lachmund, dem der gleiche Kader wie beim Sieg im Bezirkspokal gegen Atlas zur Verfügung stehen wird. Apropos Bezirkspokal: Der nächste Gegner für Ganderkesee steht fest: Im Achtelfinale erwartet der TSV den Landesligisten VfL Oythe. „Das wird interessant“, sagt Lachmund.

(Weiterlesen: TSV Ganderkesee trifft im Bezirkspokal auf den VfL Oythe)