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Fußball-Bezirksliga SV Tur Abdin in der Pflicht, VfL Stenum heiß

Von Klaus Erdmann und Daniel Niebuhr | 01.12.2018, 16:49 Uhr

In der Fußball-Bezirksliga steht der letzte Spieltag vor der Winterpause an. Der SV Tur Abdin steht gegen das Schlusslicht in der Pflicht, der VfL Wildeshausen will oben bleiben – und der VfL Stenum „volle Pulle“ geben.

Vier der fünf hiesigen Fußball-Bezirksligisten bestreiten am Sonntag ab 14 Uhr Punktspiele, deren Ergebnisse Langzeitwirkung haben. Es handelt sich nämlich um die letzten Treffen vor der Winterpause. Resultate und deren Auswirkungen auf die Tabelle verfügen über ein ungewöhnliches Haltbarkeitsdatum, denn die Fortsetzung der Saison 2018/19 steht erst am 15. und 17. Februar auf dem Terminkalender.

Am Sonntag genießen der SV Baris, der Abbehausen empfängt, und der SV Tur Abdin, der auf Wiefelstede trifft, Heimrecht. Der VfL Stenum stellt sich in Rastede vor und Spitzenreiter VfL Wildeshausen reist zum SV Wilhelmshaven (alle um 14 Uhr).

Den Tabellenvierten (FC Hude) und -zehnten (SV Baris) trennen lediglich vier Punkte, sodass größere Sprünge vor der Winterpause durchaus noch möglich sind. Übrigens: An die Hinspiele erinnern sich die vier heimischen Mannschaften gerne, denn diese bescherten ihnen ausnahmslos Siege.

SV Baris Delmenhorst plant den Winter

Der SV Baris, der in der Tabelle den zehnten Rang einnimmt, beendete die erste Begegnung mit dem TSV Abbbehausen mit einem 3:1. „Es ist sehr eng. Es wäre schön, nach einem erneuten Sieg in den Top 8 zu überwintern“, betont Trainer Önder Caki. Abbehausen ist Zwölfter und liegt mit 21 Punkten drei Zähler hinter den Hausherren. Auf fremden Plätzen sammelte der TSV in sieben Spielen lediglich sechs Punkte.

Am Samstag, 12. Januar, veranstaltet der SV Baris in der Halle am Stadion wieder sein traditionsreiches Freundschaftsturnier. Am 14./15. Januar startet der Delmenhorster Bezirksligist in die Vorbereitung auf das restliche Programm. Vom 10. bis 17. Februar absolviert die Caki-Mannschaft ein Trainingslager in der Türkei.

SV Tur Abdin Delmenhorst hat keine Ausreden

Der SV Tur Abdin wird froh sein, wenn das verwunschene Jahr 2018 endlich vorbei ist. Völlig überraschend ist das Team mit dem hochbegabten Kader als Elfter der schlechteste der fünf Bezirksligisten aus dem Fußball-Kreis Oldenburg-Land/Delmenhorst. „Die Vorbereitung im Winter wird härter werden als sonst“, kündigt Trainer Christian Kaya schon einmal an.

Im letzten Spiel des Jahres ist seine Mannschaft trotzdem Favorit, denn zu Gast ist das abgeschlagene Schlusslicht Eintracht Wiefelstede. „Egal wer spielt, da gibt es keine Ausreden. Wir müssen gewinnen. Das wäre für den Kopf gut“, sagt der Coach. Mit Simon Matta hat Tur Abdin immerhin einen Anwärter auf die Torjägerkrone. Matta hat 13 Saisontreffer erzielt, Wiefelstede 14.

VfL Wildeshausen will Trainer-Debatte hinter sich lassen

Für den VfL Wildeshausen geht eine aufregende Woche im Jadestadion zuende. Nachdem sich der vom Oberligisten SV Atlas umworbene Trainer Marcel Bragula für einen Verbleib in Wildeshausen entschieden hat, tritt sein Team beim SV Wilhelmshaven – der ebenfalls außerhalb des Platzes Schlagzeilen machte. Gestern wurde eine Klage auf Wiedereingliederung in die Regionalliga auch am Bremer Oberlandesgericht abgelehnt. Zuvor hatte der Club bereits Trainer Maik Stolzenberger entlassen und durch Henning Röbke ersetzt. Bragula fordert „vollen Fokus auf dieses schwere Spiel“ gegen den prominenten Gegner. Röbke mutmaßte auf der SVW-Homepage, dass Wildeshausen „uns mit seiner Spielweise entgegenkommt“.

VfL Stenum geht Rastede-Spiel „wie ein Finale“ an

Der VfL Stenum hatte zuletzt zwei Wochen frei und trägt im Auswärtsspiel beim FC Rastede trotz der fünf sieglosen Spiele in Folge die Favoritenbürde. Denn Rastede ist Vorletzter und hat zuhause als einziger Bezirksligist noch kein Spiel gewonnen – der letzte Heimsieg liegt mehr als sieben Monate zurück. „Rastede hat richtig Druck. Aber wir gehen das Spiel auch an, als wäre es ein Finale – volle Pulle“, sagt VfL-Coach Thomas Baake.

Seine Mannschaft hat dem penetranten Verletzungspech bisher getrotzt und eine gute Saison gespielt. Für das Spiel in Rastede rückt schon zum siebten Mal in dieser Saison Innenverteidiger Maren Kämena aus der zweiten Mannschaft ins Aufgebot. 16 Spieler stehen Baake insgesamt zur Verfügung.