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Fußball-Bezirksliga SV Tur Abdin schlägt Eintracht Wiefelstede

Von Frederik Böckmann, Frederik Böckmann | 11.05.2017, 01:12 Uhr

Die Bezirksliga-Fußballer des SV Tur Abdin Delmenhorst haben ihr Nacholspiel gegen Eintracht Wiefelstede mit 2:0 (1:0) gewonnen.

Vor einigen Wochen schienen sie schon fast abgestiegen, am Mittwochabend setzten die Fußballer des SV Tur Abdin Delmenhorst dann aber ein weiteres beeindruckendes Lebenszeichen im Abstiegskampf. Im Nachholspiel der Fußball-Bezirksliga schlugen sie auf dem Stadionnebenplatz den SV Eintracht Wiefelstede nach einer starken Vorstellung mit 2:0 (1:0) und robbten sich weiter an das rettende Ufer der Liga heran.

Nach dem fünften Sieg aus den vergangenen sechs Begegnungen beträgt der Rückstand der Aramäer auf den FC Rastede, der den ersten Nichtabstiegsplatz, belegt nur noch einen Zähler. Und auch Wiefelstede ist bei nur drei Zählern mehr auf dem Konto plötzlich wieder in Reichweite.

Tur Abdin einsatzfreudig, spiel- und laufstark, taktisch diszipliniert

Dementsprechend zufrieden mit Ergebnis und auch Spiel war Interimstrainer Daniel Yousef nach dem Schlusspfiff. „Wir waren voll konzentriert“, machte die Tur-Abdin-Legende einen Faktor für den Sieg aus. Yousef gab zu, dass er nach dem starken 4:3 am Sonntag gegen Stenum „etwas Bammel“ gehabt habe, dass seine Spieler „vielleicht überheblich“ agieren würden. Doch seine Elf belehrte Yousef eines Besseren. Einsatzfreudig, spiel- und laufstark, taktisch diszipliniert – so, wie sich die Aramäer präsentierten, wunderten sich viele der 50 Zuschauer nach der überzeugenden Vorstellung, warum Tur Abdin überhaupt so tief im Tabellenkeller der Liga steht. Dass Tur Abdin noch viele Möglichkeiten für einen höheren Sieg liegen ließ, wollte Yousef nicht kritisieren. „Wir haben drei Punkte geholt und zwei Tore gemacht – es ist alles gut.“

Die Tore für die Gastgeber erzielten Marcel Maus (14.) und Manuel Celik (58.). Kapitän Maus traf nach einer Einzelleistung mit seinem schwächeren linken Fuß herrlich zur Führung in den Winkel. Diese baute Celik auf 2:0 aus, als er einen 25-Meter-Freistoß aus halbrechter Position mit rechts in die rechte Torwartecke schlenzte. Celiks Freistoß war schön, aber sicher nicht unhaltbar für Wiefelstedes Ersatztorwart Sven Fastje, der Stammkeeper Hergen Gerdes ersetzte. Während Tur Abdin Celiks Tor bejubelte, schüttelte Torsten Voigt in diesem Moment nur den Kopf. Der Sportliche Leiter des FC Hude ahnte da bereits, was nach diesem Spiel Gewissheit wurde: Tur Abdin liegt mittlerweile nur noch zwei Punkte hinter Hude – und hat noch ein Spiel weniger.

Tur Abdin lässt noch viele weitere Chancen liegen

In der kampfbetonten ersten Halbzeit war Abdin die bessere Mannschaft. Im Angriff waren die schnellen Angreifer Celik, Johannes Artan und Roman Seibel kaum zu fassen, auch das zentrale Mittelfeld mit Maus und Artjom Prieb war sehr agil. Deshalb gab es vor dem Wechsel noch weitere Möglichkeiten für Celik (30., Pfosten), Artan (32.) und Prieb (45.). Nach dem Wechsel vergaben Artan (65./74./90.), Maus (73.) und Seibel (75.) sehr gute Chancen. Und Wiefelstede? Hatte während der gesamten Partie keinen einzigen zwingenden Torschuss.