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Fußball-Bezirksliga SV Tur Abdin und FC Hude vor Endspielen

Von Klaus Erdmann | 20.05.2017, 13:09 Uhr

Zwei heimische Mannschaften, die im Abstiegskampf der Fußball-Bezirksliga zu den Hauptdarstellern gehören, bestreiten während des vorletzten Durchgangs „Endspiele“. Der SV Tur Abdin empfängt mit dem FC Rastede einen Kontrahenten, der sich ebenfalls noch große Sorgen macht. Der Delmenhorster Trainer Daniel Yousef spricht von einem „Finale“. Der FC Hude absolviert im wahrsten Sinne ein „Endspiel“, denn auf ihn wartet beim TuS Obenstrohe die letzte Aufgabe der Saison 2017/18. Der Dritte im Bunde, der VfL Stenum, empfängt den VfB Oldenburg II. Alle Spiele beginnen am Sonntag um 15 Uhr.

 SV Tur Abdin - FC Rastede 

 Tur Abdins Coach Daniel Yousef bezeichnet die Begegnung mit Rastede als „Hop- oder- Top-Spiel“. Er sagt: „Wenn du verlierst, bist du mit einem Bein unten.“ Seine Elf, die den ersten Abstiegsrang einnimmt, liegt zwei Plätze und vier Punkte hinter dem Gast.

„Wir müssen ganz normal unser Spiel machen“, gibt Yousef die Marschrichtung vor. Es gelte, hinten stabil zu stehen und konzentriert zu Werke zu gehen. Gegen Rastede, das in der Rückrunde 24 von 38 Punkten gesammelt hat, müssen die Hausherren auf Artjom Prieb (Muskelfaserriss) verzichten. Lukas Mutlu ist angeschlagen. Die letzte Partie, zu der der SV Tur Abdin am Samstag, 27. Mai, 16 Uhr, beim bereits als Absteiger feststehenden STV Wilhelmshaven antritt, spielt in Yousefs Überlegungen noch keine Rolle: „Wir denken von Spiel zu Spiel“. Das Thema „Zu- und Abgänge“ vertagt der Coach ebenfalls: „Ich konzentriere mich auf das Sportliche. Alles andere ist nicht mein Part.“

 TuS Obenstrohe - FC Hude 

Bei Yousefs Kollegen Lars Möhlenbrock, Trainer des FC Hude, ist es nicht anders. „Die Planung habe ich momentan auf Eis gelegt“, sagt er. Gleichwohl ist er erfreut darüber, dass „fast alle Spieler für die nächste Saison zugesagt“ hätten. Der Ligaverbleib sei nicht ausschlaggebend.

Er habe sich die Situation intensiver angesehen, berichtet Möhlenbrock, dessen Mannschaft mit 36 Zählern zwei Punkte vor dem SV Tur Abdin liegt. „Wir müssen auf jeden Fall am Sonntag gewinnen und dann sehen, was die anderen machen“, erklärt er. Am 27. Mai ist der FCH spielfrei. Gastgeber TuS Obenstrohe hat er am Sonntag beim 1:3 in Stenum unter die Lupe genommen. „Als der TuS in Führung ging, war er gut. Nach dem Stenumer 2:1 fehlte der letzte Funken, um das Spiel noch zu drehen.“ Angetan zeigte sich Möhlenbrock von der Leistung des TuS-Torjägers Janis Theesfeld, der seine Elf in Führung brachte. Auf seinem Konto befinden sich mittlerweile 18 Saisontreffer.

Es gelte, möglichst lange „die Null“ zu halten. „Vorne geht immer was. Ich bin optimistisch“, unterstreicht der Huder Übungsleiter. Die Obenstroher nehmen mit 42 Punkten die achte Position ein und können noch zwei Plätze nach oben klettern.

 VfL Stenum - VfB Oldenburg II 

Der VfL Stenum, Nummer fünf der Bezirksliga, wird sich in den letzten beiden Spielen weder verbessern noch verschlechtern, kann das letzte Heimspiel gegen den VfB Oldenburg II also genießen. Vorher sollen der langjährige Kapitän Daniel Isenberg und Marc-Andre Klahr verabschiedet werden, auf dem Platz will Trainer Thomas Baake dann gegen eines der Topteams der Liga noch einmal eine Duftmarke setzen. „Wir wollen schon zeigen, dass mit uns zu rechnen ist“, sagt er. Gegner Oldenburg schleppt sich wegen diverser Ausfälle mit einem Mini-Kader Richtung Ziellinie, hat aber nach wie vor gute Chancen auf die Vizemeisterschaft.

In Stenum läuft derweil die Planung für die kommende Saison. Neben Klahr und Isenberg stehen Lukas Schwieters und Matthis Esch wegen eines beziehungsweise zwei Auslandssemestern erst einmal nicht mehr zur Verfügung, bei Helge Petershagen richtet es sich nach dem Studienort. Aus der zweiten Mannschaft stößt Maximilian Bradler zum Team.