Ein Angebot der NOZ

Fußball-Bezirksliga SV Tur Abdin vergibt zu neunt den Sieg

Von Daniel Niebuhr | 19.03.2017, 16:55 Uhr

Zwei Platzverweise, ein Elfmeter und ein Eigentor: Fußball-Bezirksligist SV Tur Abdin ist nach dramatischem 4:4 bei BW Bümmerstede bitter enttäuscht.

Man musste schon staunen, wie ruhig Helmut Klußmann am Sonntag schon wieder war. Tags zuvor hatten seine Bezirksliga-Fußballer des SV Tur Abdin ein ebenso dramatisches wie bitteres 4:4 (1:1) bei Blau-Weiß Bümmerstede erlebt – der Trainer verpackte seine Emotionen allerdings in das höfliche Fazit: „Dieses Ergebnis fühlt sich nicht gut an.“

Das lag nicht daran, dass der eine Zähler im Abstiegskampf nicht groß weiterhilft, sondern an einem für die Delmenhorster brutalen Spielverlauf. Zweimal hatten die Gäste mit zwei Treffern geführt, zum Schluss aber in der zweiten Minute der Nachspielzeit noch den Ausgleich kassiert – da standen sie nur noch zu neunt auf dem Platz. „Wir hatten Pech“, sagte Klußmann, um auch einzuräumen: „Wir haben auch Fehler gemacht.“

Platzverweise gegen Maus und Krumland

Bümmerstedes 1:0 durch Slavisla Ristanovic in der achten und Roman Seibels Ausgleich in der 16. Minute hatten zum relativ unspektakulären Halbzeitstand von 1:1 geführt, danach wurde es aber turbulent. Cemil Yildiz (53.) und erneut Seibel nach einer Stunde sorgten für eine 3:1-Führung der Delmenhorster, die Alexander Pfafenrot in der 73. Minute verkürzte. Zwei Minuten danach sah Tur Abdins Marcel Maus 19 Minuten nach seiner Einwechslung wegen einer Beleidigung die Rote Karte, Ricardo Meyer erhöhte in der 81. Minute dennoch auf 4:2.

Das Pech verfolgt die Gäste in dieser Saison aber hartnäckig. In der 86. Minute verursachte Jonas Krumland mit einem Foul, für das er auch noch Gelb-Rot sah, einen Elfmeter, den Bümmerstedes Steve Köster zum 3:4 nutzte, mit der letzten Aktion des Spiels fälschte Seibel dann eine Flanke unglücklich ins eigene Tor ab. Offiziell lief die zweite Minute der Nachspielzeit, „aber das waren mehr“, meinte Klußmann.