Ein Angebot der NOZ

Fußball-Bezirksliga TSV Ganderkesee empfängt den alten Rivalen VfL Stenum

Von Daniel Niebuhr | 12.03.2016, 09:56 Uhr

Am Sonntag treffen sich die Nachbarn TSV Ganderkesee und VfL Stenum zum Duell in der Bezirksliga. Es geht ihnen eher um die Punkte als ums Prestige.

Dass Derbyzeit ist, wird man am Sonntag wohl schon merken, bevor man den Platz des TSV Ganderkesee erreicht. Er erwarte zum Spiel gegen den VfL Stenum viele Leute, erklärt Trainer Daniel Lachmund; und weil sich auch die Stenumer mit einer stattlichen Anhängerschar angesagt haben – man hat es ja nicht weit –, dürfte es am Ammerweg mit den Parkplätzen schon etwas eng werden. Um die 300 Zuschauer, schätzt Lachmund, werden sich das Bezirksliga-Duell der Nachbarn ab 14 Uhr wohl ansehen. Mehr sind es eigentlich nur, wenn der SV Atlas kommt.

Saison-Aus für Stenums Kapitän Isenberg

Die Kulisse wird also derbywürdig sein, ansonsten könnte man im Vorfeld allerdings vermuten, dass die Partie der alten Rivalen ein Spiel wie jedes andere ist. Zumindest bemühen sich beide Trainer um die klare Botschaft: Die Punkte sind wichtiger als das Prestige. „Wir haben Bock auf das Spiel, weil wir immer Bock auf Fußball haben“, sagt Lachmund, sein Stenumer Kollege Thomas Baake sagt: „Es wird ein Derby, aber keines, wie ich es als Spieler noch kenne.“

Der Respekt der Nachbarn untereinander ist nicht ohne Grund groß. Ganderkesee kam gut aus der Winterpause und hat sich zuletzt etwas von den Abstiegsrängen abgesetzt, Aufsteiger Stenum spielt als aktuell Tabellensechster ohnehin eine starke Saison. Der VfL hatte auch in den Derbys zuletzt mehr Glück und gewann acht der letzten zehn Duelle gegen Ganderkesee, die meisten deutlich. Am Sonntag werden die Stenumer vielleicht auch für ihren Kapitän Daniel Isenberg spielen, der mit einem Innenbandanriss für den Rest der Saison ausfällt, wie Baake gestern berichtete.