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Fußball-Bezirksliga TSV Ganderkesee will den Schwung mitnehmen

Von Frederik Böckmann und Klaus Erdmann | 07.05.2016, 09:44 Uhr

Nach dem 4:0 gegen den FC Rastede blickt Ganderkesees Trainer Daniel Lachmund optimistisch auf die nächste Aufgabe in der Fußball-Bezirksliga – und zieht zwei Routiniers für den Rest der Saison aus der zweiten Mannschaft hoch.

Beim TSV Ganderkesee (12./24) liegt der Fokus auf dem Abstiegskampf – und dort kann der TSV am Sonntag (15 Uhr) im Auswärtsspiel bei SVE Wiefelstede (14./23) drei Big Points landen. „Das wäre schon cool“, unterstreicht Trainer Daniel Lachmund. Der TSV wolle den Schwung aus dem klaren 4:0-Erfolg gegen Rastede mitnehmen, sagt Lachmund. Was ihm Mut macht: Wiefelstede spielt einen ähnlichen Fußball wie Rastede – und darauf stellte sich Ganderkesee in der Vorwoche gut ein.

Ein Faktor bei diesem wichtigen Sieg waren die beiden Routiniers Marko Schrank und Jan Badberg, die der TSV-Defensive Stabilität verliehen. Sie rücken bis zum Saisonende aus der Kreisliga-Reserve in den Bezirksliga-Kader hoch. „Sie tun unserem Spiel gut“, sagt Lachmund, der Sonntag auf Robin Ramke (Muskelfaseriss), Patrick Meyer (Rote Karte), Benjamin Benholz (5. Gelbe Karte), Jan Kerner (beruflich verhindert) sowie die Langzeitausfälle Selim Kaya und Fabian Mucker verzichten muss. Dafür ist Keeper Felix Dittrich wieder mit dabei.

SV Atlas will Frisia Wilhelmshaven nicht unterschätzen

Nach dem 4:0 gegen Tur Abdin und der „guten Reaktion auf das 2:4 beim TuS Obenstrohe“ (SVA-Chefcoach Jürgen Hahn) bekommt es der SV Atlas (1./68 Punkte) heute mit einem Gegner zu tun, der nach starker Hinrunde mehr und mehr abrutscht: WSC Frisia Wilhelmshaven (6./33). „Frisia ist als Aufsteiger gut gestartet, hat dann aber nachgelassen. Die Luft ist wohl raus“, meint Hahn, der registriert hat, dass Frisia zuletzt in ständig wechselnden Aufstellungen gespielt hat.

Trotz der Talfahrt des Gegners warnt Hahn davor, diesen zu unterschätzen: „Gegen uns sind die Anderen besonders motiviert.“ Der Coach bietet jene Spieler auf, die den Kader beim Erfolg über Tur Abdin gebildet haben. An Spekulationen, die auf den Tag des Titelgewinns abzielen, beteiligt sich Hahn nicht: „Wir machen unseren Job. Alles andere können wir nicht beeinflussen.“

VfL Stenum will die Saison noch nicht abhaken

In der Tabelle geht für den VfL Stenum (5./39) nach oben und unten wohl nichts mehr. Die Saison jetzt einfach austrudeln lassen, ist jedoch ganz und gar nicht im Sinne von Trainer Thomas Baake. Seine Mannschaft trainiere weiterhin gut und intensiv, doch für das Auswärtsspiel am Sonntag (15 Uhr) beim abstiegsbedrohten VfL Oldenburg II (13./24) fordert der Coach „Konzentration über 90 Minuten“. „Wir geben uns manchmal während des Spiels zu schnell mit unserer Leistung zufrieden“, sagt Baake. Die Punkte gegen Mannschaften aus dem Tabellenkeller „einfach so abzugeben, sollten wir schleunigst abstellen“, erklärt der Coach mit Blick auf das 1:2 beim BV Bockhorn am vergangenen Sonntag.

Dem Duell mit der Oldenburger Oberliga-Reserve um den gefährlichen Ex-Ahlhorner Stefan Rupprecht („Ein klasse Stürmer“) blickt Baake zuversichtlich entgegen. Ein Grund: die verbesserte Personalsituation. So kehrt etwa Verteidiger Marten Michael ebenso wie Viktor Stetinger in den VfL-Kader zurück. Noch keine Option für Sonntag, dafür aber für den Rest der Saison sind die wieder ins Lauftraining eingestiegenen Mittelfeldspieler Lukas Schwieters und Waldemar Kelm.

Alle Stenumer Spieler haben übrigens ihre Zusage für die kommende Saison geben, auch der von Wildeshausen und dem SV Atlas umworbene Innenverteidiger Torben Würdemann. „Das macht uns schon stolz“, betont Baake. Der VfL-Kader soll durch einige Rückkehrer und ein bis drei neue Spieler zusätzlich verstärkt werden.