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Fussball-Bezirksliga Tur Abdin empfängt Hude, Stenum den VfL Oldenburg II

Von Lars Pingel | 10.09.2016, 08:36 Uhr

Die Bezirksliga-Fußballer des SV Tur Abdin Delmenhorst empfangen an diesem Sonntag, 15 Uhr (Stadion Düsternortstraße), ihren Nachbarn aus dem Landkreis, den FC Hude. Der VfL Stenum hat zeitgleich den VfL Oldenburg II zu Gast auf seinem Platz am Kirchweg.

Stefan Keller interessiert es nur am Rande, dass seine Mannschaft an diesem Sonntag ab 15 Uhr im Stadion an der Düsternortstraße ein Team empfängt, das von Interimstrainern betreut wird. „Für uns ändert sich nichts“, sagt der Trainer des Fußball-Bezirksligisten SV Tur Abdin vor dem Vergleich mit dem FC Hude, der sich am Donnerstag von Steffen Janßen getrennt hatte. „Wir müssen unsere Einstellung, unser Spiel finden.“ Zeitgleich wird am Kirchweg die Partie des VfL Stenum gegen den VfL Oldenburg II angepfiffen.

„Klar“, sagt Keller dann auch, „so ein Trainerwechsel kann einen Gegner gefährlich machen, weil neue Kräfte freigesetzt werden.“ Da er den Aufsteiger aber sowieso für eine „sehr, sehr gute Mannschaft“ hält, hatte er seine Spieler in den Trainingseinheiten bereits eindringlich gewarnt. „Hude hat gute Ergebnisse erzielt“, erklärt der Abdin-Trainer und nennt den 4:2-Sieg über den Landesliga-Absteiger SV Brake und die 3:5-Niederlage beim SV Wilhelmshaven, der noch keinen Punkt abgegeben hat, als Beispiele. „Wir müssen eine hochkonzentrierte und starke Leistung zeigen, um zu gewinnen“, sagt er.

Abdin-Trainer Keller will Rückenwind nutzen

Keller hofft, dass der starke Auftritt, den sein Team in der zweiten Halbzeit beim 6:1 (1:1) beim VfL Oldenburg II am 2. September gezeigt hatte, für den dafür nötigen Schwung sorgen wird. Als „ziemlich unwahrscheinlich“ bezeichnet er den Einsatz von Stefan Kulikow, der sich in Oldenburg verletzt hatte. Kevin Gradtke muss weiter pausieren. Sollte Kulikow doch auflaufen können, würde Tur Abdin in der Besetzung antreten, die den ersten Saisonsieg perfekt gemacht hatte.

Huder richten Blick nach vorne

Der FCH wird in Delmenhorst von den bisherigen Co-Trainern Kolja Winkler und Tobias Schmitz betreut. „Wir wollen den Blick nach vorne richten“, sagt Schmitz. „Alles, was war, muss man abhaken.“ Die Partie gegen Tur Abdin werde eine schwere Aufgabe. Beide Mannschaften würden die Stärken und Schwächen des Konkurrenten genau kennen. „Verstecken kann sich keiner“, sagt Schmitz. Er hofft dass, seine Mannschaft ihr Spiel durchsetzen wird. „Dann sind wir für jeden schwer zu schlagen.“

Cüneyt Yildiz angeschlagen

Allerdings, der zentrale Akteur im Spiel des FCH droht auszufallen. Cüneyt Yildiz zog sich im Training eine Muskelverletzung zu. „Es wird sich wohl erst am Sonntag entscheiden, ob er auflaufen kann.“ Wenn nicht, „finden wir aber auch eine Lösung.“

Stenum erwartet den Tabellenvorletzten

„Das ist für uns ein eminent wichtiges Spiel“, sagt der Stenumer Trainer Thomas Baake über den Vergleich mit dem Tabellenvorletzten. „Mit einem Sieg kannst du in der Tabelle ein gutes Stück nach oben kommen, mit einer Niederlage aber auch ganz unten rein rutschen.“ Sein Team hat als Elfter fünf Punkte auf dem Konto – zwei mehr als die Oldenburger.

Das große Problem der Stenumer ist das Verletzungspech. Am zurückliegenden Wochenende (0:2 bei Frisia Wilhelmshaven) musste Helge Petershagen angeschlagen ausgewechselt werden; er verlängert die lange Ausfallliste erneut. Von der kann Baake, das steht seit dieser Woche fest, Bastian Morche vor der Winterpause nicht mehr streichen. Immerhin sind Lukas Schwieters und Torben Würdemann zurück im Training. Ein Einsatz kommt aber wohl zu früh.

Das Tor der Stenumer wird am Sonntag Maik Panzram hüten, der eigentlich für die Zweite in der 1. Kreisklasse aufläuft. Die Stammtorhüter des Bezirksliga-Kaders, Maik Scheffler und Ole Siedenburg, sind verhindert.

Stenumer schwören sich ein

„Wir werden eine Mannschaft auf den Platz schicken, die stark genug ist“, sagt Baake. Wichtig sei, dass die Spieler den Glauben an die eigenen Stärken wieder dorthin mitnehmen. In und nach den Trainingseinheiten der vergangenen Woche wurde daher viel gesprochen. „Wir haben uns ein wenig eingeschworen“, erzählt Baake. „Wir wollen das Pech der vergangenen Wochen ausblenden.“ Positives Denken sei der erste, wichtige Schritt zum erhofften Heimsieg: „Wir werden alles dafür geben.“