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Fußball-Bezirksliga Tur Abdin landet Befreiungsschlag – ohne Höttges

Von Klaus Erdmann | 28.03.2016, 22:15 Uhr

Mit dem 4:0 (0:0) gegen Eintracht Wiefelstede hat Fußball-Bezirksligist SV Tur Abdin am Montag den erhofften Befreiungsschlag gelandet. Die engagierte Mannschaft gewinnt auch in der Höhe verdient – allerdings ohne den abwesenden Trainer Andree Höttges.

Cheftrainer Andree Höttges verließ unmittelbar vor dem Anpfiff das Stadion. Für ihn coachten Co-Trainer Matthias Demir und Spieler Paul Leis die Elf. Sie freuten sich über einen auch in dieser Klarheit verdienten Erfolg, durch den sich Tur Abdin auf Rang sieben verbesserte.

Andree Höttges begründet Abwesenheit beim Spiel mit Terminen

Andree Höttges erklärte am Montagabend: „Es war abgesprochen, dass ich bei dem Spiel nicht vor Ort bin. Das war vorher bekannt.“ Ein Streitgespräch mit dem Spieler Daniel Yousef, das wenige Minuten vor dem Anpfiff stattfand, sei nicht der Grund dafür gewesen, dass er das Stadion verlassen habe, unterstrich Höttges. Yousef saß auf der Ersatzbank, gehörte aber nicht dem Kader an. Höttges: „Natürlich ist man nicht immer einer Meinung, aber das hat nichts damit zu tun, dass ich gegangen bin.“

Vielmehr sei es so, dass er, sagte Höttges, aufgrund der Tabellensituation vor einiger Zeit einen Osterurlaub abgesagt habe. „Aber einige Termine muss man manchmal schon wahrnehmen“, meinte der Chefcoach. Tur Abdins Vorsitzender Wahib Yousef wollte nach dem Spiel keinen Kommentar abgeben.

Tur Abdin wird nach der Pause belohnt

Die Gastgeber gingen von Anfang an engagiert zu Werke und setzten den harmlosen Gegner unter Druck. In der 9. Minute vefehlte Roman Seibel nach einem Fehler von Wiefelstedes Schlussmann Tammo Rothe das Ziel und eine Minute später setzte Michael Sen einen Kopfball zu hoch an. Weitere Chancen boten sich Seibel, der eine Hereingabe von George Celik verfehlte (24.) und Marcel Maus, der die Führung aus kurzer Distanz verpasste (26.). Tur Abdin mühte sich vorbildlich, wurde jedoch (noch) nicht belohnt.

Das änderte sich im zweiten Abschnitt. Das 1:0 erzielte Maus, der nach einem Schuss von George Celik mühelos vollendete (57.). Nach einem Freistoß von Manuel Celik erhöhte Maus per Kopf auf 2:0 (70.). Wer nun das große Aufbäumen der Wiefelsteder erwartete, sah sich getäuscht. Die Eintracht blieb harmlos und brachte die Gastgeber kaum in Verlegenheit. In der 88. Minute kam man zur ersten echten Gelegenheit, als Kilian-Christian Kreye einen 16-m-Schuss neben das Tor setzte. Nur eine Minute später verfehlte Tur Abdins Jan Twietmeyer nach einem gelungenen Konter das gegnerische Gehäuse aus aussichtsreicher Position.

Sonderlob für Roman Seibel

Als der gute Schiedsrichter Julian Maskow (VfR Wardenburg) vier Minuten Nachspielzeit anzeigte, erhöhte Tur Abdin nochmals den Druck. Zunächst traf Twietmeyer nach mustergültiger Vorarbeit von Seibel (90. + 2) und dann setzte der fleißige Seibel den Schlusspunkt 4:0 (90. + 4).

Matthias Demir nannte den Sieg „hoch verdient“. Alle hätten ein gutes Spiel gemacht. „Ich hoffe, dass der Knoten geplatzt ist“, betonte der Co-Trainer („Vor der Pause haben wir gute Chancen liegengelassen“), der Seibel mit einem Sonderlob bedachte.