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Fußball-Bezirksliga Tur Abdin macht es Frisia Wilhelmshaven leicht

Von Daniel Niebuhr | 28.08.2016, 17:11 Uhr

Der Delmenhorster Fußball-Bezirksligist SV Tur Abdin bleibt nach einem 3:4 bei Frisia Wilhelmshaven auch nach dem vierten Spiel ohne Punkt.

Stefan Keller hätte es am Sonntag relativ leicht gehabt, die vierte Niederlage im vierten Bezirksligaspiel schönzureden. 3:4 (1:2) bei Frisia Wilhelmshaven, eine durch den Abpfiff unglücklicherweise vorzeitig beendete Aufholjagd – es gab bei seinen Fußballern vom SV Tur Abdin durchaus Zeichen des Fortschritts. Doch der Frust war beim Trainer wohl zu groß, er legte den Finger ganz tief in die eigene Wunde. „Das Ergebnis täuscht über unsere Schwächen hinweg. Das Spiel war nicht dramatisch, nur unsere Fehler“, sagte Keller. „Das war teilweise schlimm. So kommt dann ein solcher Fehlstart zustande.“

Artene pariert Elfmeter

Das konnte man natürlich auf die 19 Gegentore in den ersten vier Partien beziehen, allerdings auch auf die erste halbe Stunde in Wilhelmshaven, in der nur Torwart Mihail Artene erwähnenswerte Gegenwehr leistete. Er hielt schon nach vier Minuten einen von Jonas Krumland verschuldeten und von Marcel Schmidt getretenen Foulelfmeter, war bei den Gegentoren durch Schmidt in der elften und 28. Minute aber chancenlos. Weitere Paraden verhinderten ein Debakel schon in der ersten Hälfte, sodass Johannes Artan mit seinem Anschlusstor in der 35. Minute wieder Hoffnung bei den Delmenhorster verbreitete.

Aufholjagd kommt zu spät

Kellers eindringliche Pausenansprache war dann offenbar nicht eindringlich genug, denn keine 60 Sekunden nach Wiederbeginn war Artene erneut geschlagen: Simon Tezel hatte über den Ball getreten, den Wilhelmshavens Tom Rister im Tor unterbrachte. Vier Minuten später erhöhte Pascal Richter nach einer Ecke auf 4:1, und Keller war endgültig bedient. Seine Mannschaft zeigte dann immerhin ihr Offensivpotenzial: Erst scheiterte der eingewechselte Roman Seibel in der 81. Minute noch an Frisia-Schlussmann Sascha Theil, vier Minuten danach traf Artjom Prieb dann zum 2:4. Manuel Celiks 3:4 in der ersten Minute der Nachspielzeit war die letzte nennenswerte Aktion, Tur Abdin steckt nun schon nach vier Spieltagen im Abstiegskampf. „Wir sind im Moment ein dankbarer Gegner“, haderte Keller. Sein Team ist nun sogar Letzter.