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Fußball-Bezirksliga Tur Abdin und TSV Ganderkesee unter Druck

Von Klaus Erdmann | 20.05.2016, 21:55 Uhr

Delmenhorst/Ganderkesee/Stenum. Am vorletzten Spieltag der Fußball-Bezirksliga stehen besonders die Kellerkinder SV Tur Abdin und TSV Ganderkesee unter erheblichem Druck im Abstiegskampf.

In der Fußball-Bezirksliga bestreiten die vier hiesigen Teams am Sonntag ihre vorletzten Punktspiele. Der TSV Ganderkesee (gegen Heidmühle, 14 Uhr) und der SV Tur Abdin (gegen VfL Oldenburg II, 15 Uhr)) kämpfen gegen den Abstieg. Dreier sind in beiden Fällen dringend erforderlich. Den beiden anderen Mannschaften, SV Atlas (in Esenshamm, 15 Uhr) und VfL Stenum (gegen Rastede, 15 Uhr), sind die Plätze eins (SVA) und fünf nicht mehr zu nehmen.

Stefan Keller, Interimstrainer des SV Tur Abdin, betont, dass man nur auf sich blicke. Gleichwohl kennt er die Tabelle und weiß, dass ein Dreier gegen den VfL Oldenburg II „die Lage erheblich begünstigen“ würde. Nach der Negativserie habe das 1:0 in Obenstrohe ein „Stück weit gutgetan“. Tur Abdin tritt aufgrund des St.-Pauli-Gastspiels auf einem-Nebenplatz an. Er könne, so Keller, nicht sagen, ob das ein Nachteil sei. Die Urlauber Michael Sen und Habib Kilic sowie Lukas Matta (gesperrt) fehlen. Roman Seibel ist angeschlagen.

Daniel Lachmund, Trainer des TSV Ganderkesee, betrachtet die letzten beiden Saisonspiele seines Teams im Paket. „Das sind zwei Gegner, die sich gewaschen haben“, sagt er über die Aufgaben, die sein Team, das von einem Abstiegsplatz aus in den Schlussspurt in den Kampf um den Klassenerhalt startet, noch lösen muss. Zunächst trifft der TSV an diesem Sonntag, 15 Uhr, auf dem heimischen Platz am Immerweg auf den Tabellendritten, den Heidmühler FC, ehe er am Freitag, 27. Mai, beim Meister SV Atlas im Delmenhorster Stadion gastiert. „Wir wollen eigentlich nicht mehr auf die Tabelle schauen, sondern gehen mit der Vorgabe, Spaß zu haben zu wollen, in die Partien“, sagt Lachmund. Er weiß aber auch, dass das wohl nicht ganz klappt: „Klar, der eine oder andere schaut natürlich, wo wir stehen.“ Er traut seinem Team, das zuletzt beim 6:4 über den TV Esenshamm großartige Moral bewies, am Sonntag einiges zu. „Gegen Heidmühle können wir etwas erreichen“, sagt er. „Wir haben uns im Hinspiel trotz der Niederlage gut verkauft.“ Das hatte der TSV unglücklich mit 1:3 verloren.

Aufsteiger VfL Stenum (45 Punkte) wird Rang fünf auch in der Endabrechnung belegen. Coach Thomas Baake setzt neue Reizpunkte. So will man den Fans, mit denen Stenum nach der Partie gegen den FC Rastede feiert, im letzten Heimspiel eine gute Leistung bieten. Ferner will VfL die 50-Punkte-Grenze überschreiten. Marc-André Klahr fehlt. Arnold Koletzek ist wieder dabei.

Beim SV Atlas, der bei Schlusslicht TV Esenshamm spielt, fehlen Maximilian Klatte (Vorbereitung Saatsexamen), die beruflich verhinderten Iman Bi-Ria und Tom Witte sowie Musa Karli (spielt mit der Stadtauswahl gegen St. Pauli). Steven Müller-Rautenbertg und Niclas Baumeister sind angeschlagen, Stefan Bruns und Daniel von Seggern grippegeschwächt. „Für Esenshamm ist das Spiel die allerallerletzte Chance. Der Gegner wird um diese theoretische Chance kämpfen“, sagt SVA-Trainer Jürgen Hahn. Nachdem Atlas die 100-Treffer-Grenze erreicht habe (Torverhältnis: 103:18), nehme man nun die 80 Punkte in Angriff (bisher 77).