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Fußball-Bezirksliga Tur Abdins Trainer Keller nach 1:5 entsetzt

Von Daniel Niebuhr | 21.08.2016, 20:32 Uhr

Nach der dritten Niederlage im dritten Fußball-Bezirksligaspiel übt Trainer Stefan Keller harte Kritik am Team des SV Tur Abdin.

Nach Debakeln können die Gedanken eines Trainers schon einmal düster werden; Stefan Keller musste sich am Sonntag in dieser Hinsicht ziemlich beherrschen. Nach dem 1:5 (1:3) bei Eintracht Wiefelstede, der dritten Pleite im dritten Fußball-Bezirksligaspiel, war das Entsetzen über die Leistung des SV Tur Abdin beim Trainer spürbar – vorsichtshalber, gab er zu Protokoll, wolle er nach diesem Nachmittag nicht zu weit in die Zukunft blicken: „Es wäre nicht auszudenken, wenn wir weiter so spielen. Das mag ich mir gar nicht vorstellen.“

Für den Coach war es das erste Spiel an der Seitenlinie nach der Rückkehr aus dem Urlaub; das Bild, das seine Mannschaft bot, war bedenklich. Leichte Gegentore, schwaches Zweikampfverhalten und Schlafmützigkeit diagnostizierte Keller als Symptome für die aktuelle Krise. Dabei hätte Lukas Matta Tur Abdin mit dem ersten Angriff in Führung bringen können – nachdem er seine Chance vergeben hatte, nahm das Unheil seinen Lauf. Christoph Oltmanns (10.), Jens Lübben (12.) und Dominik Kowaczek (15.) nutzten die Freiräume im Delmenhorster Strafraum, die Keller als ehemaligem Defensivspieler richtig wehtaten. Johannes Artan weckte mit dem 1:3 in der 28. Minute Hoffnung, die Leistungssteigerung nach der Pause führte aber zu keinen zählbaren Ergebnissen. Tur Abdins Abwehr bot weiter viel an, Maik Ebeling (78.) und Nicolas Heibült (89.) bedankten sich mit weiteren Treffern für Wiefelstede. „Im Abwehrzentrum sind wir so nicht konkurrenzfähig. Wiefelstede ist keine Übermannschaft, hatte aber ein ganz leichtes Leben gegen uns“, sagte Keller. „Jetzt müssen wir erstmal den Glauben wiederfinden. Der scheint verschwunden zu sein.“