Ein Angebot der NOZ

Fussball-Bezirksliga VfL Stenum besiegt BV Bockhorn mit 4:0

Von Vera Benner, Vera Benner | 01.05.2017, 19:55 Uhr

Die Bezirksliga-Fußballer des VfL Stenum haben ihr Heimspiel gegen den Vorletzten der Tabelle, den BV Bockhorn, mit 4:0 (0:0) gewonnen. Nach einer zerfahrenen ersten Hälfte kombinierten sich die Stenumer in Halbzeit zwei zum Sieg.

Alles richtig gemacht, möchte man sagen: Thomas Baake, Trainer der Bezirksliga-Fußballer des VfL Stenum, hatte nach dem Heimspiel seiner Mannschaft gegen den BV Bockhorn allen Grund zur Freude. Er hatte die schwache erste Halbzeit seiner Elf aus privaten Gründen verpasst. In der zweiten Hälfte, in der Baake von der Seitenlinie aus coachte, zeigte das Team ein deutlich besseres Spiel und gewann noch klar mit 4:0 (0:0).

Spiel ohne viele Höhepunkte

Bei frühlingshaften Temperaturen um die 20 Grad entwickelte sich zunächst ein eher fahriges Spiel. In der zwölften Minute erreichte eine VfL-Flanke aus dem rechten Halbfeld Rouven Heidemann, der den Ball aber knapp neben das Tor setzte. Quasi im Gegenzug bekam Bockhorn nach einem Standard seine erste gute Gelegenheit: Wilke Runkel schoss einen Freistoß flach, den VfL-Schlussmann Maik Panzram aber souverän aus dem Eck fischte (13.). „Maik hat mit seinen guten Paraden schlimmeres verhindert“, sagte Baake. „Es freut mich besonders für ihn, dass wir zu Null gespielt haben.“ Panzram vertrat Stammtorwart Niklas Kuschkowitz.

Stenum fehlt die Durchschlagskraft

Die Hausherren taten sich weiter schwer. Zwar hatten sie mehr Ballbesitz, viele Angriffe verpufften aber durch die zu hektische Spielweise im Nichts. Die Gäste lauerten auf Konter und stellten die im ersten Durchgang eher schwache VfL-Defensive immer wieder mit langen Bällen vor Probleme. Doch auf Torhüter Panzram war Verlass: In der 23. Spielminute rettete er seine Vordermänner nach einem zu kurz geratenen Rückpass. Später vereitelte er auch die bis dato größte Chance des Spiels, als Bockhorn nach einem langen Einwurf gefährlich im VfL-Strafraum auftauchte: Wilko Eggers bediente Marcel Sanders, der aus kurzer Distanz an Panzram scheiterte (40.). Kurz vor der Pause meldete sich auch der VfL noch einmal: Fynn Dohrmanns Fernschuss verfehlte sein Ziel aber doch recht deutlich (43.).

Nach der Pause kam der Umschwung

Nach dem Seitenwechsel kam Stenum ohne Wechsel, aber dennoch mit frischem Wind aus der Kabine. „Als ich meine Jungs in der Pause angeschaut habe, habe ich zwar die Enttäuschung in den Gesichtern gesehen, die Körpersprache hat aber dennoch gestimmt“, sagte der VfL-Coach. Baakes Spieler kombinierten vom Wiederanpfiff an sicherer, kamen häufig bis kurz vor das BVB-Gehäuse, agierten beim letzten Pass aber zu unkonzentriert. Das änderte sich in der 55. Spielminute: Bastian Morche erlief einen Pass in die Schnittstelle der Gäste-Abwehr und schob locker zur zu diesem Zeitpunkt verdienten 1:0-Führung ein.

Stenum nach dem 1:0 deutlich besser

Die Hausherren ließen Bockhorn nun kaum noch Luft. Rouven Heidemann (60.) und Julian Dienstmaier (63.) scheiterten zunächst an Bockhorns Keeper Steffen Lühr, ehe der gerade eingewechselte Mathias Gaster, perfekt von Morche in Szene gesetzt, den Ball mit dem Außenrist zum 2:0 in den Winkel schoss (70.).

Der Bann war endgültig gebrochen. „Teilweise hatten wir richtig gute Spielzüge dabei“, lobte Baake. „Wir tun uns häufig noch schwer, wenn wir das Spiel machen müssen. Mit der Zeit lief es aber immer besser.“ Zwar wurde Bockhorn durch einen Fernschuss von Wilke Runkel noch einmal gefährlich (78.), doch im direkten Gegenzug schickte Gaster Lukas Schwieters auf die Reise, der den Ball souverän zum entscheidenden 3:0 versenkte (79.). Den Schlusspunkt setzte Morche, dem ein zuvor geblockter Schuss von Gaster vor die Füße fiel. Morche blieb ruhig und besorgte mit seinem zweiten Treffer den 4:0-Endstand (87.). „Wir jetzt wollen jetzt für die letzten -Spiele die letzte Motivation heraus kitzeln und mindestens sechs Punkte holen“, sagte Baake. „Wir wollen den fünften Platz verteidigen.“