Ein Angebot der NOZ

Fussball-Bezirksliga VfL Stenum besiegt VfB Oldenburg II mit 3:1

Von Lars Pingel | 21.05.2017, 21:58 Uhr

Die Bezirksliga-Fußballer des VfL Stenum haben ihr letztes Heimspiel 2016/2017 gewonnen: Sie feierten einen 3:1 (1:0)-Erfolg über den VfB Oldenburg II.

Es dürfte sehr lange her sein, dass Auswechselungen während eines Heimspiels der Bezirksliga-Fußballer des VfL Stenum so lange gedauert haben wie am Sonntag. In der 67. Minute verließ Daniel Isenberg den Platz, sechs Minuten später Kapitän Marc-André Klahr. Jeder VfL-Spieler, der es irgendwie schaffte, klatschte die beiden ab. Schließlich war die Partie gegen den VfB Oldenburg II der letzte Heimauftritt der langjährigen Leistungsträger. An der Seitenlinie wurden sie von VfL-Trainer Thomas Baake umarmt – mit einer gehörigen Portion Wehmut, wie er später zugab. „Ich verliere ungern Spieler“, sagte er. „Sie haben noch einmal gezeigt, wie wertvoll sie für uns sind.“ Dass er zuvor im gewohnten Abschlusskreis mit den beiden einen 3:1 (1:0)-Heimsieg bejubelt hatte, rundete den Nachmittag ab. „Das ist das, was man sich wünscht“, bestätigte Baake.

Der Sieg über die um die Vizemeisterschaft kämpfenden Oldenburger war ein hartes Stück Arbeit. „Wir haben ein gutes Spiel gemacht, die Partie war umkämpft. Wir mussten viele Zweikämpfe bestreiten – und haben sehr viele davon gewonnen“, urteilte Baake. „Der VfB war ein starker Gegner.“ In der Tat. Vor allem in der ersten Halbzeit hatte er sich ein Chancenplus erspielt. Mit ihren Steilpässen brachten die Oldenburger die VfLer regelmäßig in Schwierigkeiten. Doch dank ihres großen Einsatzes, ein bisschen Glück und ihres guten Torwarts Niklas Kuschkowitz gingen die Stenumer mit einer Führung in die Pause. Das 1:0 setzte dem VfL-Tag die Krone auf: Klahr traf aus 14 Metern auf Vorlage von Jonas Dittmar (12. Minute). Nach einer etwas zu hoch geratenen Flanke von Julian Dienstmaier hatte Dittmar auf der linken Seite entschlossen nachgesetzt und den Ball perfekt in die Mitte gespielt. „Sagenhaft“, fand Baake den Klahr-Treffer.

VfB II hat vier sehr gute Chancen

In den sechs Minuten nach dem Tor war Oldenburg dem Ausgleich sehr nahe. Mustafah Sawah schoss knapp vorbei (13.), es folgten ein Lattentreffer (14.) und zwei Kuschkowitz-Paraden (15., 16.). Der VfL biss sich dann ins Spiel hinein, der Gast blieb aber überlegen.

Stenum verteidigt besser

In der Pause gelang es Baake, seine Mannschaft noch besser einzustellen. Sie verteidigte wesentlich geschickter. Die Oldenburger, die in Tornähe allerdings einige Male viel zu zögerlich waren, rannten sich spätestens in der guten VfL-Viererkette mit Kevin Gerlach, Isenberg, Marten Michael und Mark Gerken fest. „Die Raumaufteilung war viel besser“, lobte Baake seine Elf, die mit ihren Kontern zunächst aber auch nicht gefährlich wurde. So half dann ein Freistoß aus halblinker Position, etwa 20 Meter vom VfB-Tor entfernt. Dienstmaier schnappte sich den Ball und zirkelte ihn rechts oben in den Winkel: 2:0 (72.). Schöner lässt sich ein 20. Saisontor kaum erzielen.

Rouven Heidemann macht alles klar

Die Entscheidung leitete Kuschkowitz ein. Erst verhinderte er mit einer Glanzparade einen Treffer des Oldenburgers Alain Dimbenzi-Kazadi (86.), dann fing er die anschließende Ecke ab und leitete mit seinem Abschlag den Konter ein, den Rouven Heidemann im zweiten Versuch aus kurzer Distanz mit etwas Glück vollendete. Dass der Oldenburger Erca Karavul in der Nachspielzeit bewies, dass er ebenso erstklassige Freistöße wie Dienstmaier schießen kann, war für den neutralen Zuschauer ein schöner Abschluss der Partie, störte aber natürlich keinen Stenumer mehr. Sie hatten schließlich ihren Leistungsträgern im letzten Heimspiel 2016/2017 den perfekten Abschied verschafft und sich Rang fünf in der Abschlusstabelle gesichert.