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Fußball-Bezirksliga VfL Stenum ist das Zünglein an der Waage

Von Frederik Böckmann und Daniel Niebuhr | 01.06.2018, 10:59 Uhr

Vorhang auf für den letzten Spieltag in der Fußball-Bezirksliga: Während der SV Tur Abdin Delmenhorst bereits in der Sommerpause ist, müssen die drei weiteren heimischen Bezirksligisten am Freitagabend (19.30 Uhr) noch einmal ran.

Der VfL Stenum kann dabei den Abstiegskampf beeinflussen, der VfL Wildeshausen visiert die Vizemeisterschaft an, während der SV Baris mit einer Mischung aus Lockerheit und neu getanktem Selbstbewusstsein eine Wiedergutmachung im Visier hat.

Der VfL Stenum ist wie in der vergangenen Saison im Kampf um den Klassenerhalt ein Zünglein an der Waage – und wieder ist der FC Rastede der Gegner. Der FCR ist nach nur einem Sieg in den vergangenen fünf Begegnungen überraschend noch in den Abstiegskampf im Fernduell mit dem SVE Wiefelstede geschlittert ist.

Die Ausgangslage ist klar: Rastede reicht ein Punkt zum Klassenerhalt. Gewinnt Stenum bei den „Löwen“ und Wiefelstede gleichzeitig sein Heimspiel gegen BW Bümmerstede, ist der SVE (zuletzt fünf Siege, ein Remis) dank seines bärenstarkes Saisonendspurts doch noch gerettet.

So weit die Theorie. Stenums Trainer Thomas Baake glaubt, dass „Rastede noch einmal alles mobilisieren wird“. Er sagt aber auch: „Wir werden alles daran setzen, das Spiel zu gewinnen – unabhängig davon, wer der Gegner ist.“ Denn mit einem Sieg hätte Stenum sein Saisonziel (einstelliger Tabellenplatz) auf jeden Fall erreicht. Zwischen Rang sieben und Platz elf ist für die Kirchweg-Kicker in der Tabelle noch alles möglich. Wie in den beiden Partien zuvor möchte Thomas Baake – in Absprache mit der Mannschaft – den Leuten Einsatzzeit geben, die während der Saison etwas hinten dran standen.

Der Neunte Stenum kann in der Tabelle noch vom Zehnten SV Wilhelmshaven überholt werden, der beim SV Baris aufläuft. „Das ist noch einmal ein Brocken“, findet Trainer Önder Caki. Nach dem verdienten Last-Minute-Ausgleich am Mittwoch gegen den VfL Wildeshausen (3:3) ist die Zuversicht beim SVB groß, auch gegen den Ex-Drittligisten zu punkten.

Nachdem Baris gegen Wildeshausen mit dem letzten Aufgebot (neun Ausfälle) auflief, könnten jetzt zwei, drei Akteure wieder zurück in den Kader kehren. „Wir haben mit Wilhelmshaven noch eine Rechung offen“, sagt Caki und spielt damit auf die 2:7-Packung im Hinspiel an. Er weiß aber auch: „Wir müssen unsere Fehlerquellen in der Abwehr minimieren.“

Über haarsträubende Aussetzer seine Mannschaft ärgerte sich Marcel Bragula, Trainer des VfL Wildeshausen, nach dem 3:3-Remis beim SV Baris. „Das war katastrophal“, fand auch Abteilungsleiter Ottmar Jöckel, als er sich fünf Minuten vor Spielende – da führte Wittekind noch mit 3:2 –, schon Richtung Stadionausgang bewegte. Einer der wenigen Lichtblicke war der ins Sturmzentrum beorderte Innenverteidiger Thorben Schütte (zwei Tore, eine Vorlage).

Andererseits kann Wildeshausen die Saison am Freitagabend durchaus sehr versöhnlich abschließen: Mit einem Sieg bei Absteiger Eintracht Oldenburg hat Wildeshausen die Vizemeisterschaft in der Tasche, führt dann wahrscheinlich die Fair-Play-Wertung an und stellt mit Rene Tramitzke (22 Saisontore) den besten Torjäger.