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Fußball-Bezirksliga VfL Stenum nach 3:4 sauer über Abbehauser „Respektlosigkeit“

Von Daniel Niebuhr | 04.11.2018, 22:55 Uhr

Die 3:4-Niederlage beim TSV Abbehausen wird für den VfL Stenum zur Nebensache – der Fußball-Bezirksligist klagt über die „verletzungsgefährde“ Spielweise des Gegners.

Wenn das Ergebnis für Thomas Baake mal nur die Nebenrolle spielt, dann muss etwas Außergewöhnliches passiert sein. Der erfolgshungrige Trainer des Fußball-Bezirksligisten VfL Stenum hatte die verlorenen Punkte nach dem dramatischen 3:4 (1:2) beim TSV Abbehausen relativ schnell verarbeitet, bekannte aber, froh zu sein, „dass unsere lange Verletztenliste nicht länger geworden ist“. Das sei am Samstag nicht nur wegen des löchrigen Kunstrasens nicht selbstverständlich gewesen, denn: „Die Abbehauser sind verletzungsgefährdend in die Zweikämpfe gegangen, das macht mich fassungslos. Teilweise dachte ich, meine Jungs wären Freiwild. Überhaupt habe ich selten einen derart respektlosen Umgang für meine Spieler erlebt, das war schon fast Fremdschämen.“

Klatte prallt mit dem Kopf gegen die Bande

Die Stenumer waren mit zwei Aushilfen aus der Reserve und dem kurzfristig reaktivierten Lukas Schwieters in der Startelf aufgelaufen und gerieten durch Bjarne Böger (30.) und Danny Kühn (32.) nicht einmal unverdient in Rückstand. Die Reaktion war jedoch stark: Schwieters verkürzte mit einem Heber aus 30 Metern (35.), der eingewechselte Stefan Keil drehte das Spiel endgültig mit einem Doppelpack (54./61.).

Abbehausen wehrte sich mit ungestümen Zweikämpfen, der TSV sah sieben Gelbe Karten – keine gab es bei einer Aktion gegen Maximilian Klatte, der mit dem Kopf gegen die Bande prallte. Die Gastgeber schossen aber auch das schönste Tor des Tages durch Nico Bischoff, der einen abgeprallten Ball zum 3:3 an die Unterkante der Latte und ins Netz jagte (82.). In der offenen Schlussphase schoss Sebastian Rabe das Abbehauser Siegtor (85.). In der 90. Minute sah Stenums Waldemar Kelm noch Gelb-Rot. „Das war überzogen, nach allem, was vorher war“, fand Baake.