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Fußball-Bezirksliga VfL Stenum verliert gegen Frisia Wilhelmshaven mit 2:5

Von Lars Pingel | 30.08.2015, 23:10 Uhr

Die Bezirksliga-Fußballer des VfL Stenum warten weiter auf den ersten Saisonsieg. Am Sonntag verloren sie ihr Heimspiel gegen Frisia Wilhelmshaven mit 2:5 (0:4).

Das Warten auf den ersten Saisonsieg geht weiter. Die Fußballer des VfL Stenum gingen am Sonntag bereits zum vierten Mal geschlagen vom Platz. Und doch war etwas anders. „Diese Niederlage war verdient“, sagte VfL-Trainer Thomas Baake über die 2:5 (0:4)-Heimpleite gegen den Mitaufsteiger Frisia Wilhelmshaven, der sich an die Tabellenspitze schoss. „Bisher konnte ich der Mannschaft immer sagen, dass sie im Grunde alles richtig gemacht hat. Diesmal nicht.“

Frisia-Stürmer Tim Rister erzielt vier Tore

In der Tat. Mehr als 60 Minuten lang hatten die Stenumer vor etwa 100 Zuschauern gegen die starken Gäste keine Chance, beim 0:5 drohte ein Debakel. Der überragende Spieler auf dem Platz, Frisia-Stürmer Tim Rister, war an allen Treffern beteiligt. Viermal (9. Minute, 24., 39., 63./Foulelfmeter) traf er selbst, das 3:0 von Melvin Swiczak bereitete er vor (33.). Immerhin, die VfL-Spieler ließen sich dann nicht hängen, sondern versuchten, das Ergebnis freundlicher zu gestalten. Das gelang den eingewechselten Helge Petersen (66.) und Viktor Stetinger (81.). „Die Mannschaft hat einen guten Charakter“, sagte Baake. „Es war wichtig, dass sie sich noch von einer anderen Seite gezeigt hat.“ Versöhnt hatte die VfL-Elf ihren Trainer damit allerdings nicht. „Es fehlte die Bereitschaft, Wege gehen zu wollen“, erklärte er. „Darüber werden wir noch einmal reden müssen.“

Stenumern unterlaufen viele Fehlpässe

Die zweikampfstarken Wilhelmshavener setzten ihr taktisches Konzept lange Zeit diszipliniert um. Sie ließen die Stenumer in deren Hälfte in Ruhe, griffen erst an der Mittellinie an. Dort war das Frisia-Team sehr gut organisiert. So verhinderte es bis weit in die zweite Halbzeit, dass der VfL zu Offensivaktionen kam. Es profitierte aber auch davon, dass die Stenumer unzählige ungenaue Pässe spielten und dass sich die Spieler zu wenig bewegten, um wirkliche Anspielstationen zu bieten. Wenn die Wilhelmshavener den Ball dann gewonnen hatten, ging es schnell. Mit langen, meist diagonal gespielten Pässen brachten sie die VfL-Abwehr regelmäßig in große Schwierigkeiten.

Außerdem waren die Gäste gedankenschneller. Beste Beispiele waren ihre Tore zwei und vier. Vor dem 2:0 hatte VfL-Torwart Marco Scheffler stark gegen Heidemann gehalten, doch der Frisianer erlief sich gegen zögernde Stenumer den Abpraller und flankte genau auf Rister. Vor dem 4:0 traf der Stenumer Lukas Schwieters mit einem Freistoß Marcel Hansche am Rücken. Die meisten VfLer reklamierten den zu geringen Abstand, Rister spielte weiter und traf aus 16 Metern. Zuvor hatte er sein Team per Kopf in Führung gebracht, später Swiczak mustergültig bedient. Logisch: Vor seinem Elfmetertor war er gefoult worden.