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Fußball-Bezirksliga VfL Stenum verliert spät beim Heidmühler FC

Von Frederik Böckmann | 16.11.2018, 23:39 Uhr

Heidmühle Ganz bittere Niederlage für die Bezirksliga-Fußballer des VfL Stenum: Im Auswärtsspiel beim Heidmühler FC kassierte den entscheidenden Gegentreffer zum 0:1 (0:0) erst kurz vor Schluss.

Der Sieger feierte den Dreier wie die Meisterschaft, der Verlierer schlich dagegen nach der späten Niederlage bedröppelt vom Platz: Die Bezirksliga-Fußballer des VfL Stenum haben ihr Auswärtsspiel beim Heidmühler FC mit 0:1 (0:0) verloren – durch ein ärgerliches Kullertor in der 86. Minute.

Tarek El-Ali traf im dritten Nachschuss nach einer Ecke und einem vorherigen Pfostentreffer, weil Stenum den Ball nicht klären konnte (86.). „Das ist ganz bitter. Wir haben lange ein sehr gutes Auswärtsspiel gezeigt“, zog Thomas Baake etwas zerknirscht Bilanz. Damit ist der VfL Stenum nun seit fünf Begegnungen sieglos (drei Niederlagen, zwei Remis).

Allerdings hatte sich der Gegentreffer für Stenum in der Schlussviertelstunde auch irgendwie ein wenig angedeutet. Heidmühle hatte sechs, sieben brandgefährliche Ecken. „Wir haben uns zu sehr hinten reindrängen lassen. Irgendwann sind diese Standards dann auch schwer zu verteidigen gewesen“, sagte Thomas Baake.

Er musste vor dem Auswärtsspiel personell mal wieder improvisieren. In der Viererkette verteidigten auf den Außenbahnen mit Julian Dienstmaier (rechts) und dem guten Joshua Gielnik (links) aus der zweiten Mannschaft zwei gelernte Offensivspieler. Und auf der Bank nahmen ausschließlich Spieler Platz, die nach ihren Verletzungen gerade erst wieder zurückgekehrt sind.

Stenum zahlt hoher Laufbereitschaft am Ende Tribut

Ob die Niederlage auch der Personalsituation geschuldet sei? „Ein bisschen“, sagte Baake. „Aber ich will nicht jammern. Ich bin ein Kämpfer. Es ist mit jeder Aufstellung immer etwas möglich.“ Das war auch gegen Heidmühle lange Zeit der Fall.

Stenum hatte zunächst mehr Struktur in seinem Spiel und verteidigte gut. Bei Chancen für Stefan Keil vor und nach der Pause sowie Julian Dienstmaier nach dem Wechsel hätte der VfL in Führung gehen können. Doch mit zunehmender Spielzeit häuften sich die leichten Ballverluste im Spiel der Gäste.

„Wir haben den Gegner aufgebaut“, ärgerte sich Baake. Stenum zeigte lange eine hohe Laufbereitschaft, musste dieser aber zunehmend Tribut zahlen. In der Offensive fehlten Entschlossenheit und Kreativität, in der Defensive Kraft und Konzentration.

Die Folge: Heidmühle wurde stärker, während Stenum zunehmend unnötige Ecken und Freistöße kassierte. „Wir haben nach hinten raus nachgelassen“, sagte Baake – und dann kullerte der Ball durch El-Ali doch noch ins Tor des zuvor relativ beschäftigungslosen Torwarts Maik Panzram (86.). Nachdem Stefan Keil seine dritte gute Gelegenheit liegen gelassen hatte, war die 0:1-Niederlage perfekt.