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Fußball-Bezirksliga VfL Stenum will gegen SV Tur Abdin „den Bock umstoßen“

02.09.2017, 11:57 Uhr

Derby in der Fußball-Bezirksliga: Der VfL Stenum empfängt am Sonntag (15 Uhr) den SV Tur Abdin Delmenhorst.

Müsste man dem bisherigen Saisonverlauf des VfL Stenum in der Fußball-Bezirksliga einen Filmtitel verpassen, würde dieser vermutlich sehr gut passen: „.... und täglich grüßt das Murmertier“, die Komödie aus den 1990er Jahren mit Bill Murray. Ein strammes Startprogramm, eine unbefriedigenden Punkteausbeute: wie in den beiden Vorjahren hat der VfL auch in seiner dritten Saison nach der Rückkehr in die Bezirksliga den Saisonstart in den Sand gesetzt.

2015 und 2016 landete Stenum aber jeweils auf einem starken fünften Platz, weshalb sie am Kirchweg vor dem Heimspiel am Sonntag (15 Uhr) gegen den SV Tur Abdin Delmenhorst weit davon entfernt sind, in Panik zu verfallen. Zumal die Begleitumstände bei der jüngsten 1:3-Niederlage beim VfL Wildeshausen so ziemlich gegen Stenum waren, unter anderem durch die Verletzung von Julian Darr. Der Innenverteidiger hat sich Elle und Speiche gebrochen, lag bis Mittwoch im Krankenhaus in Wildeshausen und fällt nun zehn Wochen aus.

Thomas Baake: „Haben genug Qualität“

Doch Trainer Thomas Baake blickt nun nach vorne. Seine Mannschaft habe genug Qualität, um aus dem Tabellenkeller zu klettern, sagt der VfL-Coach. Er sagt aber auch: „Wir müssen nun den Bock umstoßen. Wir haben etwas gutzumachen.“ Sprich: den ersten Dreier der Saison einzufahren.

Die vergangene Trainingswoche macht Baake Mut: „Wir hatten 18 bis 20 Spieler beim Training.“ Es habe viele Aktive gegeben, „die sich gezeigt haben und in die Startelf drängen“. Änderungen dort werde es definitiv geben, verriet Baake. Nicht nur wegen Verletzung von Julian Darr. „Es gibt ein paar Spieler, die zur Zeit nicht mehr die Form haben, die sie noch in der Vorbereitung hatten.“

Christian Kaya: „Für die Pokalniederlage revanchieren“

Den guten Saisonstart der Gäste (zwei Siege in zwei Spielen) hat Baake aufmerksam verfolgt. Auch aus dem hitzigen Pokalspiel, das Stenum mit 3:2 gewann, hat der VfL-Coach Baake wichtige Lehren gezogen. „Im Pokal hat Tur Abdin unsere Flügel lahmgelegt. Aber in dieser Partie habe ich auch Schwächen von Abdin erkannt.“

Gästetrainer Christian Kaya ist ebenfalls zuversichtlich, was das Duell angeht. „Es sind fast alle Spieler da. Es ist halt ein Derby und wir wollen auf jeden Fall gewinnen – und uns für die Niederlage im Pokal revanchieren“, sagt Kaya „Man merkt, dass die Jungs heiß darauf sind. Und ich bin es auch“, freut sich der junge Coach, der sich übrigens erst einmal auf eine Nummer eins bei seinen vier Torhütern festgelegt hat: Es ist Ehsan Ehsani Tabar, der vor seinem Wechsel zu den Aramäern übrigens für Stenum spielte.