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Fußball-Bezirksliga VfL Stenum zählt sich nicht zu den Titelanwärtern

Von Klaus Erdmann, Klaus Erdmann | 13.08.2017, 11:52 Uhr

Thomas Baake, der Chefcoach des VfL Stenum, möchte seine Mannschaft „über Jahre“ in der Bezirksliga etablieren. Die Entwicklung der Youngster spielt eine wichtige Rolle.

Experten, wie beispielsweise Wildeshausens Fußballchef Ottmar Jöckel, sagen „VfL Stenum“, wenn die Frage nach den Meisterschaftsanwärtern in der Bezirksliga gestellt wird. Der Trainer des hoch gehandelten Teams, Thomas Baake, widerspricht dieser Meinung mit Nachdruck: „Ich sehe uns nicht als Favorit.“ Vielmehr seien SV Brake („Mein absoluter Topfavorit“), SV Wilhelmshaven und TuS Obenstrohe die Titelaspiranten.

Baake: „Wir wollen im oberen Bereich landen.“ Es gelte Platz fünf – diesen Rang hat seine Elf nach dem Aufstieg zweimal belegt – zu bestätigen. Der VfL wolle sich „über Jahre“ in dieser Liga etablieren.

VfL Stenum möchte auswärts noch besser werden

Fragt man ihn, was Stenum noch fehlt, so antwortet Baake: „Uns fehlt noch die Konstanz. Auswärts müssen wir uns noch besser verhalten.“ In mentaler Hinsicht müsse man einen Schritt nach vorne machen. Baake: „Der Gegner muss unsere mentale Stärke spüren“. Und: „Mannschaften wie Brake verfügen über mehr Erfahrung.“

Die Führung seines Vereins, sagt Baake, übe keinen Druck aus. „Wir sind uns einig darin, dass wir uns weiter entwickeln, eine gute Rolle spielen und mit dem Abstieg nichts zu tun haben wollnen“, erklärt er. Und man wolle gute Spiele abliefern.

Talente und Routiniers beim VfL Stenum

Gleich einem roten Faden zieht sich dass Thema „Talente und Routiniers“ durch das Gespräch. Mit Maximilian Klatte (Atlas) und Torwart Thorben Riechers (Tur Abdin) wechselten zwei erfahrene Leistungsträger zum Kirchweg. „Maxi ist schnell Führungsspieler geworden – auch außerhalb des Platzes“, sagt Baake. In Ole Braun und Dierk Fischer, die von den Bezirksliga-A-Junioren des TuS Heidkrug kamen, sicherten sich die Stenumer die Dienste von zwei Talenten. Bei ihnen standen 28 (Braun) beziehungsweise 16 Punktspieltreffer zu Buche.

 Gleich ein Führungsspieler beim VfL Stenum: Maximilian Klatte (rechts gegen Daniel Karli). Foto: Rolf Tobis

Die Entwicklung der jungen Leute nimmt auf Baakes Prioritätenliste eine vordere Position ein. „Wir wollen sie formen“, erklärt er. Die Erfahrung, die die Nachwuchsspieler in in der Bezirksliga sammelten, sei Gold wert. Apropos: „Erfahrung auf den Schlüsselpositionen ist wichtig“, unterstreicht der Übungsleiter. Siehe Klatte, siehe Schlussmann Riechers.

Die Bezirksliga, erklärt Baake, sei 2017/18 noch stärker, noch ausgeglichener als in den Jahren zuvor. Viele Mannschaften seien auf diese Liga fokussiert, fügt er hinzu. „Sie haben erkannt, dass die Bezirksliga attraktiver geworden ist und darum wollen sie die Klasse halten“, führt der Trainer ferner aus.

Ein gedanklicher Sprung nach vorne. Ende der Saison . Welche Schlagzeile möchte Baake lesen? Antwort: „Stenum ist eine der homogensten Mannschaften und die jungen Spieler haben sich gut entwickelt.“ Eine lange Überschrift.

 Dieser Artikel erschien zuerst in unserer Fußball-Beilage am 29. August