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Fußball-Bezirksliga VfL Wildeshausen besiegt SV Baris Delmenhorst mit 4:0

Von Lars Pingel | 24.09.2017, 22:04 Uhr

Die Fußballer des VfL Wildeshausen haben das Bezirksliga-Nachbarschaftsduell gegen den SV Baris Delmenhorst mit 4:0 (0:0) gewonnen. Zwei Standardsituationen brachten das Team auf die Siegerstraße.

Geduld war gefragt im Nachbarschaftsduell der Fußball-Bezirksliga im Krandelstadion. Lange Zeit machten sich der gastgebende VfL Wildeshausen und der SV Baris Delmenhorst mit gut gestaffelten Defensivreihen den Aufbau von Angriffen sehr schwer. Und so waren es, im Grunde nicht überraschend, Standardsituationen, die ein Team, den VfL, nach der Pause auf die Siegerstraße brachten. Erst traf Rene Tramitzke nach einem langen Freistoß von Michael Eberle (51. Minute), dann verwandelte Eberle einen Freistoß aus 18 Metern direkt (56.). Anschließend bestimmten die Wildeshauser das Geschehen: Sie kamen durch Tramitzke (79.) und Andreas Kari (81.) noch zu einem 4:0-Erfolg.

Baris-Trainer Önder Caki ärgert sich über Freistoßtor

„Harakiri-Fußball wird es hier nicht mehr geben“, sagte VfL-Trainer Marcel Bragula. „Es geht um sportlichen Erfolg, den hast du nur, wenn du in der Abwehr sicher stehst. Und dann musst du halt auch mal auf einen Standard hoffen.“ Seine Mannschaft bejubelte nach ihrem sechsten Saisonspiel ihren sechsten Erfolg. Den hatte sie gegen einen Konkurrenten geholt, dem der natürlich zufriedene Bragula ein Kompliment machte: „Baris ist eine gute Mannschaft, die Fußball spielen kann. Es hat mir gut gefallen, dass sie versucht hat, das umzusetzen.“

Baris-Coach Önder Caki haderte damit, dass er seine Spieler in der Pause gewarnt hatte. „Wir haben über die VfL-Standards gesprochen“, sagte er. Vor allem Eberles Treffer störte ihn. Der Wildeshauser hatte den Ball flach, unter der Mauer hindurch in die linke untere Ecke geschossen. „Da dürfen wir nicht hochspringen“, sagte Caki. „Wenn er es schafft, von dort über die Mauer zu treffen, okay.“ Dieses Tor habe die Partie entschieden. Trotzdem war Caki nicht völlig unzufrieden. „Wir haben gezeigt, dass wir in der Lage sind, mit einer Spitzenmannschaft mitzuspielen.“

VfL-Stürmer Rene Tramitzke trifft die Latte

Das Konzept der Delmenhorster war es, dem VfL keine Räume zu lassen und über schnelle Konter Chancen zu kreieren. So kamen sie zur ersten Möglichkeit der Partie, ihrer besten. In der zweiten Minute scheiterte Devin Isik am gut reagierenden VfL-Torwart Sebastian Pundsack. „Wenn wir in Führung gehen, verläuft das Spiel vielleicht anders“, überlegte Caki. Richtig gefährlich wurde es für seinen Torwart Orhan-Can Karakaya zunächst nicht, auch wenn der VfL mehr Ballbesitz hatte. Die Wildeshauser ließen allerdings auch keine klaren Chancen für den Gast mehr zu. In der 43. Minute kamen sie dem ersten Tor ganz nahe. VfL-Mittelstürmer Tramitzke schoss den Ball nach einer Vorlage von Maximilian Seidel an die Latte (43.).

VfL Wildeshausen dreht nach 2:0 auf

Während eines der ersten Angriffe nach der Pause (0:0) forderte Bragula seine Spieler auf, auch lange, hohe Bälle auf Tramitzke zu schlagen, statt „nur klein-klein zu spielen“. Eberle setzte diese Vorgabe mit einem Freistoß wenige Meter hinter der Mittellinie um. Am langen Pfosten stand Tramitzke und vollendete souverän (51.). Nach Eberles Treffer (56.) lief der VfL-Motor dann auf Hochtouren, dem Team gelangen einige schöne Kombinationen, mit den sie sich Chancen erspielten. Bei den beiden Toren profitieren die Wildeshauer aber auch von Fehlern von Baris-Spielern, die den Ball tief in der eigenen Hälfte verloren. Dem kurz zuvor eingewechselten Kari gelang der erste „Steal“. Er schob den Ball dann quer zum mitgelaufenen Tramitzke (79.). Die Belohnung für seine Vorlage bekam Kari nicht einmal 120 Sekunden später von Eberle. Der legte von der Grundlinie aus für Kari auf. „Bei Andreas lief es zuletzt nicht so, deshalb freut es mich sehr für ihn, dass er nach seiner Einwechslung solche Akzente setzen konnte“, sagte Bragula: „Und es freut mich genauso, dass wir noch einen 18-Jährigen ins Spiel bringen konnten.“ Brandon-Lee Durano feierte ab der 83. Minute sein Bezirksliga-Debüt.