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Fußball: Bezirksliga VfL Wildeshausen besiegt SVE Wiefelstede mit 5:0

Von Lars Pingel | 06.04.2015, 19:58 Uhr

Die Bezirksliga-Fußballer des VfL Wildeshausen sind nach einem 5:0 (1:0)-Heimsieg über den SVE Wiefelstede neuer Tabellenführer. Sie haben aber ein Spiel mehr absolviert als der SV Atlas. In der ersten Halbzeit hatte der VfL allerdings einige Probleme, sich gegen die starke Defensive der Gäste Chancen zu erspielen.

5:0 – das sieht deutlich aus. Trotzdem, Marcel Bragula, Trainer der Bezirksliga-Fußballer des VfL Wildeshausen, war am späten Montagnachmittag erleichtert, dass seine Mannschaft ein „komisches Spiel“ gegen den SVE Wiefelstede gewonnen hatte. Fast eine Halbzeit lang hatte der VfL große Mühe mit den Gästen, ehe Janek Jacobs den Knoten löste (39. Minute). Die Wildeshauser überzeugten vor 270 Zuschauern zwar auch nach dem Seitenwechsel nicht vollends, nutzten aber ihre Chancen konsequent. Jacobs (59.), Kai Schmale (60.), Lennart Flege (87.) und Rene Tramitzke (90. +3) schossen den dann doch klaren Erfolg über den Tabellenzwölften heraus, der den VfL an die Tabellenspitze brachte.

VfL verdrängt SV Atlas von der Tabellenspitze

Die Wildeshauser hatten bereits am Samstag mit 2:1 beim SV Tur Abdin gewonnen. Sie lösten den SV Atlas auf Platz eins ab, dessen Partie beim Heidmühler FC ausgefallen war. Der VfL, der 23 Spiele ausgetragen hat, weist 59 Punkte auf, Atlas 57. Der SVA trat aber erst 22-mal an.

Bragula kritisiert erste Halbzeit

Die Wiefelsteder verteidigten zunächst clever. Sie stellten sich in der eigenen Hälfte in einem 4-5-1-System auf. Dagegen fiel dem VfL zunächst (fast) nichts ein. „Das war eine ganz, ganz schlechte erste Halbzeit von uns“, sagte Bragula später. „Es war uns bewusst, dass es spielerisch vielleicht nicht so gut laufen würde, schließlich war das letzte Spiel ja erst 48 Stunden her. Doch der Wille hat gefehlt, wir haben keine Präsenz gezeigt.“

Die Ammerländer waren mit ihren Kontern zunächst brandgefährlich. Ihr Trainer Ralf Brumund ärgerte sich nach der Partie über zwei Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns um David Gäbe. Er sah sich um Möglichkeiten gebracht, das Spitzenteam in noch größere Verlegenheit zu stürzen. In der 16. Minute lief SVE-Stürmer Sven Van-Laaten nach einem Steilpass auf das VfL-Tor zu, wurde aber durch einen Abseitspfiff gestoppt. Sieben Minuten später war Van-Laaten, verfolgt von zwei Wildeshausern, wieder unterwegs in Richtung VfL-Strafraum. Im Laufduell mit Jan Lehmkuhl kam der Wiefelsteder weit vorher zu Fall. Gäbe entschied auf Freistoß und Gelb. Brumund hätte lieber die Rote Karte gesehen. „Für mich war das kein Foul“, sagte Bragula. „Es war im Rahmen des Erlaubten. Beide haben ihren Körper eingesetzt.“ Der VfL-Trainer gestand aber ein, dass sein Team auch ein wenig Glück hatte. „Wenn er pfeift“, sagte Bragula, „dann kann er auch Rot geben.“

Jacobs bringt VfL in Führung

Janek Jacobs, mit Lukas Schneider Aktivposten im VfL-Team, bewies dann, dass sich mit Willensstärke noch mehr Glück erzwingen lässt. An der linken Außenlinie setzte er sich gegen zwei SVE-Spieler durch, schoss vom Strafraumeck aus auf das Tor. Der Ball setzte vor SVE-Torwart Hergen Gerdes auf, veränderte ein wenig seine Richtung. Der verdutzte Gerdes griff an der Kugel vorbei: In der 39. Minute lag der VfL, der zuvor nur dreimal auf das Gästetor geschossen oder geköpft hatte, mit 1:0 vorn.

Fortan war von den Gästen nichts mehr zu sehen. Sie gaben keinen Torschuss mehr ab. Der VfL hatte das Geschehen im Griff. Das lag auch am eingewechselten Ole Lehmkuhl, der auf der rechten Seite viel Schwung brachte und zwei Treffer vorbereitete. „Wir haben in der Pause deutlich darauf hingewiesen, was gefehlt hat“, erklärte Bragula. „Danach waren immerhin Wille, Ehrgeiz und Zielstrebigkeit da.“ Und Effektivität. Aus den sechs Möglichkeiten, die sich der VfL erspielte, machte er vier Tore.