Ein Angebot der NOZ

Fussball-Bezirksliga VfL Wildeshausen feiert 3:0-Heimsieg über GVO Oldenburg

Von Lars Pingel | 18.11.2018, 19:16 Uhr

Marcel Bragula, Trainer der Bezirksliga-Fußballer des VfL Wildeshausen, war stolz auf sein Team. Er schwärmte nach dem 3:0-Heimsieg über GVO Oldenburg von deren taktischer Disziplin. Der VfL ist Herbstmeister.

Die Fußballer des VfL Wildeshausen haben sich mit einem Heimsieg und als Herbstmeister der Bezirksliga bis zum 17. Februar 2019 vom Krandelstadion und ihren Fans verabschiedet. Sie setzten sich dort am Sonntag im Spitzenspiel gegen GVO Oldenburg, das von Rang drei auf Platz sechs abrutschte, vor mehr als 200 Zuschauern souverän mit 3:0 (1:0) durch. „Das war nicht spektakulär, das war kein hochklassiges Fußballspiel“, fand VfL-Trainer Marcel Bragula und war trotzdem sehr, sehr zufrieden. „Ich muss den Jungs ganz hoch anrechnen, mit welch taktischer Disziplin sie gespielt haben“, erklärte er. „GVO hat 33 Tore geschossen. Er bietet den schnellsten Angriff der Liga auf. Wie wir ihm dieses Tempo genommen haben, das war schon klasse.“

Christoph Stolle (25. Minute), Sascha Görke (58.) und Thorben Schütte (60.) sorgten mit ihren Treffern für den zwölften Saisonsieg der Wildeshauser. Die haben damit nach 15 Partien – nur eine ging verloren – 38 Punkte auf dem Konto. Einen mehr als Verfolger TuS Obenstrohe.

VfL Wildeshausen kontrolliert das Geschehen

Die Wildeshauser begannen hoch konzentriert, zeigten sofort hohe Einsatzbereitschaft und verschoben bei Ballbesitz ihrer Gäste so geschickt, dass diese keine Möglichkeiten bekamen, ihre schnellen und ballsicheren Angreifer in richtig gute Positionen zu bringen. Das änderte sich bis zum Schluss nicht.

Der VfL kontrollierte vom Anpfiff an das Geschehen. Er war die meiste Zeit in Ballbesitz. Seinen oft gelungenen Kombinationen fehlte in Strafraumnähe allerdings oft die letzte Genauigkeit, um zu ganz klaren Torchancen zu kommen. „Wie so oft haben dann Standardsituationen ein Spitzenspiel entschieden“, erklärte Bragula. Zunächst brachte eine die bis dahin besten Chancen. Nach einer Ecke von links, die Lukas Schneider geschlagen hatte, fälschte der Oldenburger Lasse Uber den Ball in Richtung eigenen Kasten ab. Torwart Lukas Oltmanns reagierte glänzend – und wehrte auch den Nachschuss von Maximilian Seidel ab. Knapp 40 Sekunden später war Oltmanns dann doch geschlagen. Er konnte den scharf vors Tor geschlagenen Eckball von Schneider, diesmal von rechts, zwar wegboxen, doch Marius Kumland brachte das Leder direkt zurück in die Mitte: Stolle beförderte es aus fünf Metern ins Netz.

Lukas Schneider bereitet VfL-Tore vor

Auch an der Entstehung der anderen VfL-Tore war Schneider maßgeblich beteiligt. Nach einer abgewehrten Ecke servierte er Görke eine Maßflanke, die dieser volley verwertete (58.). 120 Sekunden später fand Schneider mit einem Freistoß aus dem Mittelfeld den aufgerückten Verteidiger Schütte, der den Ball mit dem Hinterkopf ins GVO-Tor lenkte.

Der Sieg der Wildeshauser war verdient. Sie hatten mehr Chancen als ihr Gast – und vor allem bessere. Der GVO steckte zwar nie auf, kam aber dank der guten Defensivarbeit des VfL nicht zu zwingenden Möglichkeiten. „Und das, obwohl wir ohne Alexander Kupka, unseren absoluten Sechser, auflaufen mussten“, merkte Bragula an. Der ist am Fuß verletzt. „Das ist so, als würde ich mein Fahrrand unabgeschlossen am Bahnhof abstellen“, fuhr Bragula fort. „Ich habe den Spielern vor der Partie gesagt, dass sie als Team dafür sorgen müssen, dass es nicht geklaut wird.“ Das hätten sie glänzend hinbekommen.

Wildeshausen spielt erst am 17. Februar 2019 wieder zu Hause

Und so zog Bragula noch ein positives Fazit. „Das war ein schöner Abschluss der Hinrunde. Ich bin stolz auf die Mannschaft.“ Die startet am Freitag, 20 Uhr, beim TuS Eversten in den zweiten Saisonteil, ehe nach der Partie beim SV Wilhelmshaven am 2. Dezember (15 Uhr) die Winterpause beginnt. Die soll am 17. Februar enden, dann ist ein Heimspiel gegen Tur Abdin Delmenhorst angesetzt.