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Fußball-Bezirksliga VfL Wildeshausen legt den Fokus auf das Spitzenspiel

Von Lennart Bonk | 04.05.2019, 12:31 Uhr

Delmenhorst/Landkreis Oldenburg. Das Spiel des Wochenendes ist in der Fußball-Bezirksliga zweifelsohne das Spitzenspiel zwischen dem VfL Wildeshausen und dem TuS Obenstrohe. Der SV Tur Abdin, VfL Stenum und SV Baris stehen ebenfalls vor anspruchsvollen Aufgaben.

Am Sonntag, so gegen 16 Uhr, erlaubt sich Marcel Bragula und seinen Spielern wieder einen Blick auf die Tabelle. Der Trainer des Fußball-Bezirksligisten VfL Wildeshausen tritt ab 14 Uhr mit seiner Mannschaft zum Spitzenspiel beim Verfolger TuS Obenstrohe an. Die Tabellenkonstellation ist bekannt, aber wie sie nach dem Spiel aussehen könnte, ist für Bragula und seine Mannschaft vor dem Abpfiff kein Thema. „Ich bin mit dem Kopf nur beim Obenstrohe-Spiel. Die Tabellensituation vor dem Spiel zum Thema zu machen, wäre verkehrt. Wir müssen uns auf das Spiel fokussieren“, betont der Trainer.

Bragula erwartet einen „unheimlich variablen Gegner“. „Sein Umschaltspiel ist ähnlich wie das von Tur Abdin“, sagt er. Der Vergleich mit den Delmenhorstern bedeutet schon einiges. Tur Abdin unterlag dem Spitzenreiter am Dienstag in einem hochklassigen Spiel mit 3:4 (Bragula: „Ein Unentschieden hätte dem Spielverlauf entsprochen“). Der VfL-Trainer adelte die offensivstarken Delmenhorster als die beste Mannschaft, gegen die sein Team seit Langem angetreten ist.

Tagesform wird entscheidend sein

Nicht zuletzt waren die vergangenen Tage körperlich fordernd. Wildeshausen wird am Sonntag das dritte Spiel binnen sieben Tagen bestreiten, Obenstrohe wird innerhalb von neun Tagen dreimal auflaufen. „Gegen Tur Abdin haben wir einige Körner gelassen“, sagt Bragula. Auf Kevin Kari (Muskelzerrung) könne er am Sonntag nicht zurückgreifen, und Torben Schüttes Einsatz sei fraglich.

„Ich bin davon überzeugt, dass es ein enges und tolles Spiel wird“, sagt der Wildeshauser Trainer. Das Hinspiel im Krandelstadion gewann der VfL mit 3:2. Nach einigen überraschenden Punktverlusten nach der Winterpause habe der TuS wieder die Kurve gekriegt, findet Bragula. Am Ende werden „Tagesform und Kleinigkeiten“ das Spiel entscheiden, ist sich der VfL-Trainer sicher.

Kleiner Blick auf die Tabelle

Für Außenstehende ist der Blick auf die Tabellenkonstellation allerdings schon vor dem Anpfiff erlaubt und durchaus interessant. Denn die Rechenspielchen in der Tabelle zeigen fünf Spieltage vor dem Saisonende auf, welche Szenarien die Restsaison für die Fußballer vom Krandel bereithält. Mit acht Punkten Vorsprung geht der VfL in das Aufeinandertreffen. Sollten die Wildeshauser gegen die Obenstroher gewinnen, bräuchten sie nur noch zwei Punkte für den Aufstieg in die Landesliga. Gegen den FC Rastede könnte also schon am Sonntag, 12. Mai, 15 Uhr, die Meisterschaft gefeiert werden. Bei einem Unentschieden müssten fünf und bei einer Niederlage acht Punkte aus den verbleibenden vier Spielen geholt werden.

Lob für Tur Abdin, Sorgen bei Stenum und Baris

Viel Lob gab es in dieser Woche für den SV Tur Abdin. „Das ist zwar positiv, aber die Punkteausbeute der letzten Wochen ist einfach zu schwach“, stellt Trainer Edgar Kary fest. Aus fünf Spielen im April holten die Delmenhorster nur sechs Zähler. An diesem Samstag spielt der Achte ab 15 Uhr beim Fünften BW Bümmerstede. Ein gutes Omen: In den zurückliegenden sieben Duellen mit den Blau-Weißen sind die Delmenhorster nicht als Verlierer vom Platz gegangen. Zwei Siege und fünf Unentschieden stehen zu Buche.

Der VfL Stenum bestreitet am Sonntag ab 15 Uhr sein fünftes Heimspiel in Serie. Der TSV Abbehausen, Elfter der Liga, ist zu Gast am Kirchweg. Verletzungssorgen begleiten den Neunten weiterhin. Trainer Thomas Baake stehen 14 Spieler zur Verfügung. „Wir werden eine gute Mannschaft auf den Platz bringen“, sagt der Coach. 38 Spieler hat er in dieser Saison bereits eingesetzt. „Ich glaube, das ist ein neuer Landesrekord“, sagt er und nimmt die Fluktuation in seiner Mannschaft mit Humor. Sicher ist aber auch: Mit dem Kader in der nächsten Spielzeit ( „18 feste Zusagen und sieben weitere Spieler sollen kommen“) wird es in Stenum in der nächsten Saison anders laufen, glaubt Baake.

Der SV Baris geht zum Saisonende ebenfalls auf dem Zahnfleisch. Viele Verletzungen erschweren Trainer Önder Caki die Aufstellung, seit sieben Spielen wartet der Zehnte auf einen Sieg und die sonst so torgefährliche Offensive hat Ladehemmung. „Wir sind gerade in einer schwierigen Phase. Wir müssen jetzt die Saison, so gut es geht zu Ende bringen“, meint der Trainer. Am Sonntag trifft seine Mannschaft ab 14 Uhr an der Lerchenstraße auf das Team des zweiten Saisonteils, den SV Wilhelmshaven. Mit acht Siegen und zwei Niederlagen steht das Team auf Platz eins der Rückrunden-Tabelle. Im Gesamt-Tableau belegt der Gast Rang vier. Trotz der momentan schwierigen Phase schöpft Caki Hoffnung: „Wir haben uns bisher in jedes Spiel reingekämpft.“