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Fußball-Bezirksliga VfL Wildeshausen patzt auf der „Motocross-Bahn“

Von Daniel Niebuhr | 25.11.2018, 17:10 Uhr

Nach dem völlig überraschenden 1:3 von Bezirksliga-Spitzenreiter VfL Wildeshausen beim TuS Eversten tobt VfL-Trainer Marcel Bragula und nennt den Auftritt „eine Nicht-Leistung“.

Marcel Bragula ist nie um einen bildreichen Vergleich verlegen, wenn es um Fußball geht. Der Übungsleiter des Herbstmeisters VfL Wildeshausen gehört ohne Zweifel zu den sprachbegabteren Trainern der Bezirksliga – nicht nur deshalb wird er gerade heftig vom Oberligisten SV Atlas umworben. Für den Rasen des TuS Eversten, auf dem seine Mannschaft am Freitagabend auflaufen musste, fiel ihm natürlich auch etwas ein. „Sandig, glitschig, löchrig – das war wie eine Motocross-Bahn“, fand Bragula, der damit nach der völlig überraschenden 1:3 (0:0)-Niederlage aber keinen der Hauptschuldigen genannt haben wollte. Stattdessen stöhnte der Coach über seine Spieler: „Wenn der Boden mal schlecht ist, müssen wir uns dem, verdammt noch mal, auch stellen. Wir sind in der Bezirksliga und nicht in der Bundesliga.“ Den Auftritt des Tabellenführers nannte er „größtenteils eine Nicht-Leistung“.

Dennoch hatte es bis in die Schlussphase hinein nach einem zusammengewürgten Auswärtssieg ausgesehen. Stürmer Maximilian Seidel schoss den VfL in der 52. Minute nach einer Einzelleistung aus 20 Metern in Führung, doch Eversten kämpfte aufopferungsvoll. In der 80. Minute bekamen die Gastgeber eine aus Wildeshauser Sicht unberechtigte Ecke, die Rene Auen am zweiten Pfosten zum 1:1 einköpfte. Vier Minuten und eine Ecke später lag Wildeshausen plötzlich hinten – dieses Mal traf Hendrik Detmers. Als die Gäste danach aufmachten, schoss Benedikt Determann in der Nachspielzeit noch das dritte Tor für Eversten. „Ich bin stinksauer“, fluchte Bragula.