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Fußball-Bezirksliga Viel Zoff beim 3:2 des SV Baris Delmenhorst

Von Daniel Niebuhr | 02.12.2018, 20:57 Uhr

Fußball-Bezirksligist SV Baris Delmenhorst rettet ein 3:2 gegen den TSV Abbehausen. In der Schlussphase wird es turbulent.

Dass an der Delmenhorster Lerchenstraße zum Schluss eines Bezirksligaspiels nicht nur die Spieler auf dem Rasen stehen, ist erst einmal nichts Besonderes – der SV Baris lebt Fußball nun einmal mit all seinen Emotionen. Am Sonntag waren es allerdings Betreuer und Auswechselspieler des TSV Abbehausen, die schon vor dem Abpfiff auf dem Platz Schiedsrichter Malec Müller ins Gebet nahmen. Der Unparteiische hatte den Gästen den vermeintlichen Ausgleich in der Nachspielzeit wegen einer umstrittenen Abseitsstellung verwehrt – und ließ sich auch von lautstarken Protesten nicht umstimmen.

Auch wenn kurz danach Schluss war, blieb es nicht der letzte Aufreger beim 3:2 (1:1) des SV Baris. Nach dem Spiel gab es noch Unhöflichkeiten zwischen Delmenhorster Spielern und der Abbehauser Bank; als sich alle beruhigt hatten, schnaufte Baris-Trainer Önder Caki: „Wir kriegen sowas auch nie souverän runtergespielt.“

Abseitstor sorgt für Ärger

Baris darf nach dem dritten Heimsieg in Folge als Achter überwintern. Cakis Team hatte den Rückstand durch Sebastian Rabe (30.) erst mit einem Treffer von Sinan Uygun aus dem Getümmel egalisiert (37.) und war dann durch Shewket Barakat Osef in Führung gegangen (45.). Rabe glich nach einem Konter für Abbehausen aus (51.), danach wurde es wild. Abbehausens Lennart Wohlrab verursachte in der 53. Minute einen Foulelfmeter, den Mikael Blümel über das Tor schoss. Zwei Minuten später sah Wohlrab wegen Nachtretens Rot. Danach drängte Baris und kam in der 84. Minute zum verdienten 3:2 durch Cumali Tuner nach Pass von Mergim Bajqinovci.

In der 90. Minute köpfte Gäste-Kapitän Maik Müller eine Flanke an die Latte. Dann waren in der Nachspielzeit nach Delmenhorster Harakiri-Abseitsfalle an der Mittellinie zwei Abbehauser alleine durch. Baris-Keeper Ercan Vayvacalo parierte den ersten Schuss, beim Abstauber stand Müller laut Schiedsrichtergespann im Abseits. „Maik stand hinter dem Ball. Man hat uns den Sieg geklaut“, schimpfte TSV-Trainer Frank Meyer.