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Fußball-Bezirksliga Wildeshausen fährt ersatzgeschwächt nach Wilhelmshaven

Von Klaus Erdmann und Daniel Niebuhr | 19.08.2017, 13:56 Uhr

Die Fußball-Bezirksligisten VfL Stenum, SV Baris und VfL Wildeshusen sehen sich am Sonntag mit interessanten Aufgaben konfrontiert.

Bereits um 11 Uhr gastiert der nach dem 6:0 gegen Abbehausen führende VfL Wildeshausen beim Tabellenzweiten WSC Frisia Wilhelmshaven. Um 14 Uhr beginnt das Treffen des Aufsteigers SV Baris, der mit dem 3:1 bei GVO Oldenburg für eine Überraschung gesorgt hat, mit Eintracht Wiefelstede. Der VfL Stenum, der nach seiner Auftaktpartie in Obenstrohe ein 0:1 beklagte, empfängt um 15 Uhr einen weiteren Verlierer des ersten Spieltages: Der VfB Oldenburg II kam gegen Frisia mit 0:5 unter die Räder.

Thomas Baake, Cheftrainer des VfL Stenum, blickt auf das Obenstroher 0:1, das Pascal Beyer in der 88. Minute gelang, zurück: „Wir haben nicht viel falsch gemacht und eine gute Leistung abgerufen. Wir haben läuferisch großen Aufwand betrieben und hätten eigentlich etwas mitnehmen müssen.“ Zu kritisieren sei allerdings die Chancenverwertung. Dieser habe man sich während des Abschlusstrainings besonders gewidmet.

Baake blickt nach vorne: „Der VfB bleibt eine Wundertüte, aber eine Wundertüte mit Qualität.“ Das 0:5 sei überraschend gewesen. Der Gegner stelle eine der spielerisch besten Mannschaften der Liga. Die Stenumer müssten das Spiel zuhause dominieren, müssten ihre Gelegenheiten nutzen und dürfen nur wenige Chancen des Gastes zulassen.

Rouven Heidemann fällt aus (Knieprobleme). Ob der angeschlagene Lennart Höpker mitwirken kann, steht noch nicht fest. Der Einsatz der zuletzt verletzten Fynn Dohrmann und Dierk Fischer, so Baake, käme noch zu früh.

Aufsteiger SV Baris dürfte vor seiner Partie gegen Eintracht Wiefelstede deutlich nervöser sein, für die Delmenhorster ist es das erste Bezirksliga-Heimspiel der Vereinsgeschichte. Baris verblüffte nach grausiger Vorbereitung am ersten Spieltag mit einem souveränen 3:1 bei GVO Oldenburg, das die Vorfreude auf das Heimdebüt noch steigerte. „Jeder Punkt ist für uns Gold wert“, sagt Trainer Önder Caki.

Das wird auch Wiefelstede so sehen, die Ammerländer sind Dauergast im Tabellenkeller, halten sich seit acht Jahren aber tapfer in der Bezirksliga – ohne einmal einen einstelligen Tabellenplatz erreicht zu haben. Am ersten Spieltag schockte die Eintracht Mitfavorit SV Wilhelmshaven durch ein 1:0 in der fünften Minute der Nachspielzeit. Caki vermutet deshalb: „Es wird ein ganz heißer Tanz.“

Marcel Bragula, Trainer des VfL Wildeshausen, rückt dagegen sein Personal in den Mittelpunkt. „Wir fahren nur mit der halben Kapelle nach Wilhelmshaven“, sagt er. Einige Spieler befänden sich auf einer privaten Veranstaltung. „Wir haben bereits im Juli eine Verlegung beantragt, aber Frisia hat nicht zugestimmt.“

Beim 6:0 gegen Abbehausen habe der VfL „insgesamt eine gute Leistung“ gezeigt. Er habe Frisia hinter den Favoriten gesehen, aber die Deutlichkeit des Sieges beim VfB Oldenburg II habe ihn überrascht. Wilhelmshaven verfüge mit Julian Mülder und Tim Rister über gute Stürmer. Der Gegner habe sich verstärkt, trete kompakt und aggressiv auf. „Einen Schwachpunkt sehe ich nicht“, betont Bragula, dessen „halbe Kapelle“ durch Spieler aus der Zweiten ergänzt wird.