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Fußball-Bezirksliga Wildeshausen fürchtet Esenshamm nicht

Von Daniel Niebuhr | 17.04.2015, 20:12 Uhr

Vor dem Fußball-Bezirksligaspiel gegen den TV Esenshamm gibt sich Spitzenreiter VfL WIldeshausen selbstbeswusst. Der TSV Ganderkesee übt derweil exzessiv Torschüsse.

Seinen Job als Trainer des VfL Wildeshausen nimmt Marcel Bragula bekanntlich sehr ernst. Eigentlich hat er die Fußball-Bezirksliga schon so perfekt durchanalysiert, dass es keine großen Geheimnisse mehr gibt. Eigentlich – denn der TV Esenshamm, der morgen ins Wildeshauser Krandelstadion kommt (Anstoß 15 Uhr) ist ihm geradezu suspekt, sagt Bragula: „0:4 in Voslapp, 6:4 gegen Bockhorn – was sind das für Ergebnisse?“, klagt der Coach und philosophiert: „Fußballspiele sind ja kleine Geschichten. Und bei Esenshamm kommt immer ein kurioses Ende dabei raus.“

Die Favoritenrolle will er sich davon allerdings nicht nehmen lassen. Sein VfL ist Spitzenreiter, Bragula „geht davon aus“, dass man sich trotz der Ausfälle von Ole Lehmkuhl, Majues Gebhardt-Bauer, Matthias Ruhle und Kai Meyer keinen Ausrutscher erlaubt. „Wir sind Erster, Esenshamm Achter; also müssen wir gewinnen“, fasst er zusammen. Daran ändere auch die gefährliche Esenshammer Offensive mit Bünyamin Kapakli, Norman Preuß und Sebastian Rabe nichts. „Sie wissen, wo das Tor steht, aber wir werden uns schon etwas einfallen lassen“, so Bragula.

Wo das Tor steht, das wollte das Trainergespann des TSV Ganderkesee am Donnerstagabend auch seinen Spielern zeigen – doch die Ergebnisse des einstündigen Torschusstrainings waren für Chefcoach Hamid Derakhshan und Co-Trainer Ronald Feist ernüchternd. „Die Bälle sind auf dem Holper-Platz überall hingeflogen, das war nicht schön“, berichtet Feist. Zweimal in den letzten drei Bezirksliga-Partien blieb der TSV ohne Treffer, gegen GVO Oldenburg am Sonntag (14 Uhr) sollte sich das ändern. Denn nach dem 1:7-Hinspieldebakel haben die Ganderkeseer noch etwas gutzumachen. „Wir haben die Fehler aus dem Hinspiel vorgeführt und die Jungs damit heiß gemacht“, sagt Feist.