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Fußball-Bezirksliga Zwischenfazit des SV Atlas Delmenhorst fällt positiv aus

Von Lars Pingel | 31.08.2015, 21:30 Uhr

Jürgen Hahn, Trainer des Fußball-Bezirksligisten SV Atlas Delmenhorst, und sein Abwehrspieler Thomas Mutlu, der am Samstag bei GVO Oldenburg ein Traumtor schoss, sind mit dem Saisonstart zufrieden. Der SVA fuhr in vier Punktspielen vier Siege ein.

14 Tore hat der Fußball-Bezirksligist SV Atlas Delmenhorst nach vier Punktspielen auf seinem Konto. Das 14. war das bisher spektakulärste – und es ist ein Anwärter auf einen vorderen Platz in der Rangliste der zehn schönsten SVA-Tore 2015/2016. Erzielt hat es ein Abwehrspieler am Samstag in der Partie bei GVO Oldenburg: In der 73. Minute kam Thomas Mutlu auf der linken Seite, kurz hinter der Mittellinie, an den Ball. Er machte noch ein paar Schritte und zog aus 30 Metern ab: Die Kugel senkte sich in den rechten oberen Winkel – 3:1. Der SVA hatte den vierten Sieg sicher.

Thomas Mutlu lobt seine Mitspieler

„Ich wollte aufs Tor schießen“, sagte Mutlu. „Wenn der Ball dann so reingeht, ist das natürlich super.“ Mehr als über sein Traumtor freute sich Mutlu aber darüber, dass sein Team, das sich in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit das 0:1 eingefangen hatte, Selbstvertrauen und Moral bewiesen habe: „Es spricht für uns, dass wir das Spiel so schnell gedreht haben.“ Florian Knipping (49.) und Dominik Entelmann (65., Foulelfmeter) hatten vor Mutlu getroffen.

Trainer Jürgen Hahn ist hochzufrieden

Die Einstellung lobte auch Atlas-Trainer Jürgen Hahn. Die 90 Minuten seien eine „tolle Reaktion“ auf das Aus im Bezirkspokal gewesen, sagte er und stellte sich dann vor seine Spieler. „Wir haben aus vier Punktspielen gegen gute Gegner zwölf Punkte geholt, und wir haben sie alle verdient gewonnen“, erklärte er. Damit sei er hochzufrieden. Dass sein Team am Dienstag beim TSV Ganderkesee 1:1 gespielt hatte und dann im Elfmeterschießen verlor (0:3) sei sehr bitter, so etwas könne aber passieren.

„Moral und Teamgeist stimmen“

Hahn will verhindern, dass der Druck zu groß wird. Der SVA-Trainer weiß, dass die Ansprüche vor allem deshalb gestiegen sind, weil der Kader prominent verstärkt und der Aufstieg zum Ziel erklärt wurde. Er sprach es zwar nicht aus, es war aber klar, dass er davor warnt, zu glauben, dass seine Mannschaft deshalb in dieser Saison ihre Begegnungen im Vorbeigehen und dann auch noch haushoch gewinnt. „Für jeden unserer Konkurrenten ist das Spiel gegen den SV Atlas die Partie des Jahres“, sagte Hahn stattdessen. „Deren Spieler sind hoch motiviert. Sie rennen und kämpfen noch mehr als sonst, weil sie uns unbedingt schlagen wollen.“ Das habe die Partie gegen Oldenburg wieder bewiesen. Dass sein Team schon zum zweiten Mal einen Pausenrückstand wettmachte, zeige, dass die Moral und der Teamgeist stimmen.

Musa Karli am Fuß verletzt

Außerdem steht schon nach dem vierten Spieltag fest, dass der SV Atlas einen breiten Kader brauchen wird, wenn er sein Ziel erreichen will. Er gibt Hahn und seinem Co-Trainer Marco Büsing Möglichkeiten, Partien durch Wechsel und taktische Umstellungen zu beeinflussen. Und, genauso wichtig, Ausfälle lassen sich kompensieren. Auch das ist schon gefragt: In Oldenburg verletzte sich Musa Karli am Fuß. Der SVA war dort schon ohne Daniel Isailovic (Muskelfaserriss) und Stefan Kulikow (Probleme mit den Adduktoren) angetreten.