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Fußball-Bezirkspokal 5:4 – VfL Stenum behält im Pokalkrimi die Nerven

Von Daniel Niebuhr | 13.09.2017, 01:06 Uhr

Fußball-Bezirksligist VfL Stenum erreicht durch ein 5:4 nach Elfmeterschießen bei Frisia Goldenstedt das Bezirkspokal-Achtelfinale.

Kevin Gerlach war am späten Dienstagabend nicht unbedingt zu beneiden; der Defensivmann des VfL Stenum hatte von seinem Trainer die Aufgabe des Kommentators übertragen bekommen. Der Fußball-Bezirksligist musste nach einem 1:1 (0:0) nach 90 Minuten im Bezirkspokal-Drittrundenspiel bei Frisia Goldenstedt ins Elfmeterschießen – Coach Thomas Baake konnte vor Aufregung nicht hinsehen und ließ sich das Geschehen von Gerlach erzählen. Beim Feiern war Baake dann wieder voll da – denn die Stenumer setzten sich mit 5:4 durch und saßen danach noch lange zusammen. „Wir sind im Achtelfinale nach einem tollen Spiel, da haben sich die Jungs das mal verdient“, fand Baake.

Joker Ole Braun trifft

Der VfL, der in der Runde der letzten 16 am 3. Oktober den Landesligisten BW Papenburg erwartet, war der verdiente Sieger. Nach einer mäßigen ersten Hälfte war Stenum die druckvollere Mannschaft, auch durch die Einwechslungen von Julian Dienstmaier und Ole Braun, der in der 74. Minute kam und 120 Sekunden später aus spitzem Winkel zum 1:0 für die Gäste ins lange Eck traf.

Goldenstedt tat es kurz darauf den Stenumern gleich: Simon Lübbehausen gelang direkt nach seienr Einwechslung in der 79. Minute der Ausgleich, nachdem die Stenumer einen langen Ball nicht hatten klären können. „Da haben wir einfach unkontrolliert verteidigt“, meinte Baake. Er setzte danach voll auf Sieg, seine Mannschaft konnte die Entscheidung in der regulären Spielzeit aber nicht mehr erzwingen: „Wir hätten es da schon verdient gehabt“, fand Baake.

Zwei Goldenstedter Fehlschüsse

Im Elfmeterschießen legte Goldenstedt durch Bernd Schlömer, Dominik Albers und Marek Gorzolka dreimal vor; Stenum zog durch Braun, Bastian Morche und Dienstmaier jeweils nach. Stefan Feldhaus schoss den vierten Frisia-Strafstoß über das Tor, Maximilian Klatte brachte die Stenumer danach in Führung. Als Goldenstedts Lars Feder die Kugel an die Latte setzte, stand Stenum im Achtelfinale. „Vielleicht war Maik Panzram im Tor sogar noch dran, das weiß ich gar nicht genau“, berichtete Baake – er hatte ja auch nicht hinsehen können.