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Fußball-Bezirkspokal der Frauen Wildeshausen eine Runde weiter, Aus für den Jahn II

Von Lasse Bahlmann, Lasse Bahlmann | 28.08.2017, 22:07 Uhr

In der zweiten Runde des Fußball-Bezirkspokals mussten Landesligist TV Jahn Delmenhorst II und Bezirksligist VfL Wildeshausen Auswärtsreisen antreten. Wildeshausen kam mit dem Ticket für die dritte Runde zurück, Jahn sammelte trotz des Ausscheidens wichtige Erkenntnisse für die Liga.

„Ich bin absolut nicht böse, dass wir rausgeflogen sind. Wir konnten wichtige Erkenntnisse für die Liga gewinnen“, sagte Jahn-Trainer Uwe Krupa nach dem Spiel gegen den Ligakonkurrenten SV Brake. Die Jahn-Frauen reisten ohne Torhüterin an, doch der Grund für die Niederlage war ein anderer: die Chancenverwertung. „Wir haben drei, vier hundertprozentige Torchancen liegen lassen“, befand Krupa. Die Partie war ein Spiel auf Augenhöhe, doch Jahn kam schlechter in die Zweikämpfe und so fiel früh das erste Tor für den SV Brake durch Sabrina Warns (7.). Kurz vor der Halbzeit erhöhte Selina Schinkel auf 2:0 (37.).

In der zweiten Halbzeit lief es besser für den TV Jahn, Hanna Bootz brachte die Gäste wieder auf 1:2 heran (70.). Anschließend hatten die Delmenhorsterinnen einige Chancen um auszugleichen oder sogar in Führung zu gehen, nutzten diese aber nicht. Brake bestrafte diese Fahrlässigkeit prompt mit dem 3:1 durch Kerryn Heise (83.). Der erneute Anschluss durch Mona Matzdorf kam zu spät (90.+1). „Selbst dann hatten wir noch Chancen“, monierte Krupa. Ihm sei der Pokal aber auch nicht so wichtig, er diene eher als Vorbereitung für die Liga. Die Revanche gibt es am Sonntag, 24. September, dann kommt der SV Brake nach Delmenhorst.

VfL Wildeshausen dreht ein gedrehtes Spiel

Auch der VfL Wildeshausen fuhr ersatzgeschwächt zum Spiel, ihm fehlten beide Innenverteidigerinnen. Wilhelmshaven gab in der ersten Halbzeit den Ton an und machte das Spiel. Umso überraschender war das 1:0 für Wildeshausen durch Viktoria Kljukina (22.). Doch noch vor der Halbzeit drehte Wilhelmshaven das Spiel durch Tore von Laura Schweitzer (34.) und Sabrina Kromminga (43.).

„Wir haben uns in der Halbzeit vorgenommen, aggressiver und energischer zum Ball und in die Zweikämpfe zu gehen“, sagte Wildeshausens Trainer Sven Flachsenberger. Das klappte auch: Kurz nach dem Wiederanpfiff brachte Femke Krumdiek den VfL Wildeshausen mit einem Doppelschlag in Führung (49., 52.). Nach dem 3:2 war Wildeshausen spielbestimmend und hatte noch ein paar gute Chancen, Tore fielen aber keine mehr. Es blieb beim 3:2. Besonderes Lob hatte Flachsenberger für seine Ersatzinnenverteidigerinnen übrig: „Zu Anfang passte die Abstimmung nicht ganz. Das wurde während der Partie aber immer besser und sie haben ein richtig gutes Spiel gemacht.“